e-Gesundheit und öffentliche Gesundheit – für einander geschaffen

HIMSS-CHIME International

Gemeinsam mit dem Europäischen Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Dr. Vytenis Andirukaitis durchtrennte Dr. Jakab zur Eröffnung der Veranstaltung symbolisch ein Band. In ihrer Grundsatzrede beschrieb sie anschließend das Zusammenspiel von e-Gesundheit und Gesundheitspolitik als eine „wunderbare Ehe“ und die e-Gesundheits-Tage als „ein Fest der Entschlossenheit und des Willens zum Ausnutzen der e-Gesundheit für alle“.

Die Ehe-Analogie wurde während der e-Gesundheits-Tage von einer Reihe von Rednern wieder aufgegriffen. Dr. Jakab betonte die Bedeutung von e-Gesundheit für die allgemeine Gesundheitsversorgung und die gesundheitliche Chancengleichheit. Der vollständige Text ihrer Rede ist auf der Website der Regionaldirektorin nachzulesen.

Unter dem Motto „Gesundheitsdaten: Schlüssel zu personalisierter nachhaltiger Versorgung”, betonten die e-Gesundheits-Tage die Bedeutung von Daten für die Gesundheit des Einzelnen. Als Mitorganisator der e-Gesundheits-Tage trug auch das Referat e-Gesundheit und Innovation der Abteilung Information, Evidenz, Forschung und Innovation zum Programm bei und führte eine Reihe von Sitzungen mit Schwerpunkt öffentliche Gesundheit durch.

Zugängliche und doch sicher verwahrte Daten

Die Teilnehmer erkundeten die Thematik aus einer Reihe von gesundheitspolitischen Perspektiven in fachspezifischen Sitzungen. Sie beleuchteten Sicherheit und Datenschutz für e-Gesundheit im Kontext der Datenschutzrichtlinie der Europäischen Kommission und erörterten, wie Versorgungsanbieter unverzichtbare Systeme besser schützen können.

Die Sitzungen handelten von Patienten und Klinikern, Smartphone Apps und sozialen Medien und verdeutlichten, dass Gesundheitsdaten zwar zugänglich sein, aber zugleich vertraulich behandelt werden müssen und dass der einzelne Mensch immer im Zentrum stehen muss. Lebhaft wurden Zugangsoptionen der Bürger und grenzüberschreitende Portabilität erörtert.

Ein Fallbeispiel zeigte, welche Einblicke die umfassende Anwendung von Datentechnologie in die Leistungsfähigkeit von Gesundheitssystemen ermöglicht. Es folgte eine Demonstration der Unterstützung für Mitgliedstaaten durch das Regionalbüro im Rahmen der Europäischen Gesundheitsinformations-Initiative (EHII). Diese Initiative nutzt e-Gesundheit für die Aktualisierung der nationalen Systeme und für Erkenntnisgewinne, auf denen eine wirksame Gesundheitspolitik aufbauen kann.

Aufschlussreich und nachdenklich stimmend war die Thematisierung der Auswirkungen digitaler Gesundheitsinstrumente auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Dieser Themenkomplex muss noch stärker in das Zentrum der gesundheitspolitischen Debatte rücken.

Vom Regionalbüro veranstaltete Sitzungen während der e-Gesundheits-Tage:

  • Diesmal ist es persönlich! Handhabung und Untersuchung von Daten für personalisierte Medizin und bessere Gesundheitspolitik;
  • Mehr  Wirksamkeit, Sicherheit, Vertraulichkeit von Gesundheitsdaten für mobile Endgeräte;
  • Kinderspiel: Verwendung digitaler Technologie zur Beeinflussung des kindlichen Verhaltens;
  • Szenarien für Gesundheitsinformationen und e-Gesundheit: Schließung der Lücken.

An den Sitzungen beteiligten sich Fachleute von Partnerorganisationen und für die Region zentrale Akteure wie Universitäten und Gesundheitsinstitute.

Die Direktorin der Abteilung Information, Evidenz, Forschung und Innovation Dr. Claudia Stein erklärte in der Rückschau: „Unsere Regionaldirektorin hat es auf den Punkt gebracht, als sie sagte, dass e-Gesundheit und öffentliche Gesundheit einander perfekt ergänzen. Heute ist öffentliche Gesundheit ohne e-Gesundheit unvorstellbar: Die e-Gesundheits-Tage 2017 waren sehr anregend und ein Fest der Entschlossenheit und des Willens zum Ausnutzen der e-Gesundheit für alle.“