Steigende Blutspenderquoten in der Europäischen Region

Die Gesamtquote stieg von 34,7 Spenden pro 1000 EW (2008) auf 36,5 (2010); diese Zahlen basieren auf Daten aus den 30 Ländern der Europäischen Region der WHO, aus denen vergleichbare Daten vorliegen. Nach groben Schätzungen kann ein Land der Europäischen Region in Bezug auf seine Blutvorräte eine grundlegende Selbstversorgung aufrechterhalten, wenn etwa 2,5% der Bevölkerung regelmäßig Blut spenden. 13 der erfassten 30 Länder meldeten Quoten, die unterhalb dieser Schwelle lagen.

Als Ziel sollte jedes Land Blutvorräte anstreben, die zu 100% aus freiwilligen, unbezahlten Spenden bestehen. Dies ist weit sicherer als bezahlte Spenden, da die Spender hier ausgewählt werden, Angaben zu ihrem Lebensstil machen müssen und in regelmäßigen Abständen gesundheitlich untersucht werden. Der durchschnittliche Anteil der freiwilligen, unbezahlten Spenden stieg zwischen 2008 und 2010 leicht an: von 95,3% auf 95,8%.

In dem gleichen Zeitraum stieg auch die Quote der Blutuntersuchungen auf HIV und die Erreger von Hepatitis B und C, sodass für 2010 nahezu alle Länder eine 100-prozentige Quote meldeten. Die Gesamtzahl der abgewiesenen Spender blieb in etwa konstant (9–10%).

Die WHO ermutigt alle Menschen, Blut für andere zu spenden, und appelliert an alle Länder, ihr regelmäßig Daten über Blutspenden und Spender zu übermitteln, einen chancengleichen Zugang zu sicheren Bluttransfusionen zu gewährleisten, bei der Überwachung der erzielten Fortschritte behilflich zu sein und aus Erfolgsgeschichten Lehren zu ziehen.

Weltblutspendetag 2012

Das Motto der diesjährigen Kampagne lautet: „Jeder Blutspender ist ein Held.“ Mit der Kampagne werden nicht nur die stillen und namenlosen Helden gewürdigt, die täglich mit ihren Blutspenden Menschenleben retten, sondern es wird auch mit Nachdruck um neue freiwillige regelmäßige Spender geworben.