Blutspenden unter jungen Menschen nicht populär

WHO/Anna Mirowska-Przybył

Schüler und Lehrer des Kopernikus-Lyceums in Łódź (Polen) bilden einen Blutstropfen nach

Aus der Altersgruppe 18–24 Jahre spenden in der Europäischen Region der WHO mehr als 70% kein Blut, in der aktivsten Spendergruppe (Alter 40–54 Jahre) sind es dagegen 54%. Die 17-jährige Magda aus Łódź in Polen organisierte daher für den Weltblutspendetag eine Werbeveranstaltung an ihrem Lyceum.

Jugendmeinungen zu Blutspenden

„Ich bin fest davon überzeugt, dass der Weltblutspendetag für die Schüler meiner Schule eine Chance war, mehr über Blutspenden zu erfahren und ihr Wissen und ihre Vorurteile an den Fakten zu messen, welche von den Experten vorgetragen wurden,“ sagte Magda Barańska.

Sie war Organisatorin einer unterhaltsamen Veranstaltung, in deren Verlauf Schüler und Lehrer in roter Kleidung die Form eines Blutstropfens nachbildeten und die häufigsten Bluttypen unter den Schülern gesucht wurden. Zu der Veranstaltung war Jolanta Sieradzan vom örtlichen Blutspende- und -transfusionszentrum zu einem Vortrag eingeladen worden, der von der Blutspendepraxis, den gesuchten Spenderprofilen und dem Betrieb des Zentrums handelte.

Grußbotschaft der WHO

Magda Barańska las eine Unterstützungserklärung durch die WHO vor, in der die Bedeutung des Einsatzes für Blutspenden unterstrichen wurde: Die Jugend repräsentiert die Welt von morgen und ist ein Quelle von Gesundheit, positiver Energie und gutem Willen. Durch Blutspenden rettet ihr andere. Auch wenn ihr selbst nicht spenden könnt, könnt ihr andere aus eurem Freundes- und Bekanntenkreis dazu motivieren. Die Zukunft liegt in euren Händen.“

Niedrige Blutspenderaten in Polen

Durchschnittlich sind 3,7% der Bevölkerung in der Europäischen Region Blutspender, doch bestehen zwischen den Ländern erhebliche Unterschiede. In Polen beträgt die Rate lediglich 2,5%. Die WHO möchte, dass bis 2020 sämtliche Blutkonserven aus freiwilligen unentgeltlichen Blutspenden hergestellt werden, und hierfür neue Spendergenerationen für den Nachschub an möglichst sicheren Bluts zur Rettung von Menschenleben gewinnen.

Magda Barańska und ihre Mitschüler sind jetzt für die notwendigen Blutspenden sensibilisiert. Wer selbst nicht spenden kann, wird andere dazu ermuntern.

„Für mich war es eine einmalige Erfahrung, für die ich aber viel Geduld brauchte. Dank der Grußbotschaft der WHO hatten wir am Weltblutspendetag das Gefühl mit einer weltweiten Familie zu feiern,“ sagte sie abschließend.