Regionalbüro unterstützt Griechenland in Fragen der Arzneimittelpreisgestaltung und der Gesundheitsversorgung

Kornilios Studio Art

Dr Hans Kluge, WHO/Europe

Das Regionalbüro hat positiv auf eine Anfrage des griechischen Ministeriums für Gesundheit und gesellschaftliche Solidarität reagiert, fachlichen Beistand auf der Grundlage einer gemeinsamen Bewertung im Bereich von Arzneimittelpreisgestaltung und Kostenerstattung sowie anderen gesundheitspolitischen Feldern zu leisten. Dies verkündete der Direktor der Abteilung Gesundheitssysteme und öffentliche Gesundheit Dr. Hans Kluge auf einer Tagung zur Zukunft der Gesundheitsversorgung in Griechenland, die am 20. März 2012 stattfand.

In einer Grundsatzrede im Namen der WHO-Regionaldirektorin für Europa erinnerte er an die sozialen Werte, zu denen sich die Mitgliedstaaten in der Charta von Tallinn 2008 bekannt hätten, und erläuterte, wie das neue Rahmenkonzept für die Region „Gesundheit 2020“ hieran anknüpfe.

Dr. Kluge berichtete über Erfahrungen in der Region mit der Schaffung von mehr Effizienz im Bereich von Gesundheitsversorgung und öffentlicher Gesundheit, hierunter im Arzneimittelbereich und im Krankenhaussektor. Er betonte die Notwendigkeit des Schutzes für arme und anfällige Menschen, bat die Teilnehmer eindringlich, die Qualität der Versorgung im Auge zu behalten, und betonte, wie wichtig es sei, Patienten und Gesellschaft dabei einzubeziehen. Auch der Schutz des Gesundheitspersonals, insbesondere im Bereich der Pflege und der Geburtshilfe, sei von überragender Bedeutung.

Zu den Tagungsteilnehmern zählten der Generalsekretär des Ministeriums für Gesundheit und gesellschaftliche Solidarität Nikolaos Polyzos, die Generalsekretärin des Ministeriums für Arbeit und soziale Sicherheit Athina Dretta, die Leiterin der Sonderarbeitsgruppe Griechenland der Europäischen Kommission Georgette Lalis, der Leiter des Hellenischen Verbands für die Verwaltung der Gesundheitsdienste und der Leiter des Wissenschaftsbeirats der Tagung John Kyriopoulos, der zugleich Dekan und Professor an der Griechischen Hochschule für öffentliche Gesundheit in Athen ist, sowie Vertreter von Patientenorganisationen und Parlamentsmitglieder.

Die Veranstaltung wurde von der Financial Times organisiert und unter gemeinsamer Schirmherrschaft der Griechischen Hochschule für öffentliche Gesundheit und des Hellenischen Verbands für die Verwaltung der Gesundheitsdienste durchgeführt.