Kursus über Finanzierung der allgemeinen Gesundheitsversorgung voller Erfolg

WHO

Vom 10. bis 14. März fand im Fachzentrum Barcelona der vierte Kursus zu Gesundheitsfinanzierung statt. Unter dem Gesichtspunkt der allgemeinen Gesundheitsversorgung beleuchteten die Teilnehmenden Wege zu einem leistungsfähigeren Gesundheitssystem durch eine besser konzipierte Gesundheitsfinanzierung.

Positive Rückmeldungen

„Dieser Kursus setzt neue Maßstäbe für derartige Schulungen. Verbesserungsmöglichkeiten? Ich würde so wenig wie möglich ändern,“ sagte der ministerielle Berater Yrjö-Koskinen des finnischen Ministeriums für Gesundheit und Soziales.

„Für mich war insbesondere das konzeptionelle Gerüst für die Überlegungen zum Gesundheitssystem hilfreich,“ bemerkte Dr. Dirk Göpffarth, Leiter des Referats für Risikostrukturausgleich der Bundesversicherungsanstalt.

„Ich empfand die Fallstudien aus den Ländern als sehr nützlich, denn durch sie konnten wir nicht nur die Modelle begreifen, sondern auch etwas über geeignete Zusammenhänge und richtige Zeitpunkte für die Einführung von Reformen lernen,“ fügte die stellvertretende Gesundheitsministerin der Republik Moldau Svetlana Cotelea hinzu.

54 Personen aus 27 Ländern der Europäischen Region der WHO beteiligten sich an dem Kursus, den das Fachzentrum für die Stärkung der Gesundheitssysteme in Barcelona in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsfinanzierungsteam des Hauptbüros durchführte. Zum Teilnehmerkreis zählten Regierungsbeamte, leitende Sachverständige von Krankenkassen und Gesundheitsorganisationen sowie Vertreter von Gesundheitseinrichtungen, Universitäten und internationalen Geberorganisationen.

Der Kursus

Der interaktive Kursus vereint in hohem Maße die Theorie der Gesundheitssysteme und ihrer Finanzierung mit nützlichen Instrumenten der analytischen wie konzeptionellen Planung und Umsetzung. Den Teilnehmenden werden während des gesamten Verlaufs Beispiele aus den Ländern präsentiert, sie müssen realistische Szenarien durchspielen und knüpfen dabei nebenher dauerhafte fachliche Kontakte.

Während des vierten Kursus sollte die Strukturreform in einem Land durchexerziert werden. Außerdem wurden zentrale Themen der Gesundheitsfinanzierung behandelt, mit denen viele Mitgliedstaaten derzeit zu kämpfen haben, sei es, weil sie eine allgemeine Gesundheitsversorgung verwirklichen oder in ökonomisch und finanziell schweren Zeiten aufrecht erhalten wollen. Dabei ging es um Grundsatzfragen in Bezug auf die Einnahmen und ihre Bündelung für Einkäufe und Leistungen und eine systematische Vorstellung konzeptioneller Instrumente und ihrer Auswirkungen auf finanziellen Schutz, Chancengleichheit, Qualität der Versorgung und Transparenz.

„Das in diesem Kursus erworbene Wissen, hierunter zur langfristigen Planung und Führung unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen, kann für Kroatien sehr nützlich sein. Wir sind der hervorragenden Kursusleitung für die sehr interessanten Themen ebenso dankbar wie für die Gelegenheit zum Aufbau des Kontaktnetzes mit unseren Kollegen“, sagte die stellvertretende Leiterin des kroatischen Krankenversicherungsfonds Tatjana Prenđa Trupec.

Effizienz der allgemeinen Gesundheitsversorgung

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag mit anschließender Diskussion zur Effizienz der allgemeinen Gesundheitsversorgung. Prof. Peter Smith vom Imperial College London gab einen konzeptionellen Überblick über den Sinn der Effizienzsteigerung auf dem Weg zur allgemeinen Gesundheitsversorgung und er skizzierte Bereiche, in denen solche Gewinne im Gesundheitssystem hauptsächlich zu verorten sind. Der ungarische Gesundheitsminister Miklós Szócska und der Generaldirektor des moldawischen Krankenversicherungsfonds Mircea Buga nannten Beispiele für Effizienzgewinne in ihren Ländern.

„Dieser Kursus war fantastisch: sehr umfassend und doch kompakt, gespickt mit überzeugenden wissenschaftlichen und theoretischen Erkenntnissen und belebt durch ein breites Spektrum profunder, reformorientierter Länderstudien und sehr dynamischer, publikumsorientierter Vorträge. Als Politikgestalterin und -forscherin habe ich sehr viel von hier mitgenommen,“ sagte die Wissenschafts- und Gesundheitssekreträrin des bulgarischen Präsidenten Anna-Marie Vilamovska.