Neue Datenbank über Ressourcen für die Gesundheitsversorgung

In der Europäischen Region der WHO gibt es für 100 000 Bürger im Durchschnitt 52 praktizierende Zahnärzte und (anhand von Daten aus 37 Ländern) knapp 1 (0,93) Magnetresonanztomographiegerät (MRT-Gerät).

Die neue Datenbank der Europäischen Region über personelle und technische Ressourcen für Gesundheit (HlthRes-DB) enthält Daten über nicht-monetäre Ressourcen für die Gesundheitsversorgung in allen 53 Ländern der Europäischen Region der WHO. Diese würden vom Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und dem WHO-Regionalbüro für Europa in gemeinsamer Arbeit erhoben.

Die HlthRes-DB verwendet fast 200 Indikatoren zu personellen und technischen Ressourcen für Gesundheit. Durch die gemeinsame Datenerhebung verringern sich die Berichtspflichten für die Länder und wird sichergestellt, dass die verwendeten Definitionen und die bereitgestellten Informationen zwischen den beteiligten internationalen Organisationen abgestimmt sind.

Indikatoren für personelle Ressourcen

Zu diesen Indikatoren gehören die Zahl und Verteilungsdichte eines breiten Spektrums von Gesundheitsfachkräften (Ärzte, Pflegekräfte, Hebammen, Zahnärzte, Pharmazeuten), die in drei verschiedene Kategorien unterteilt sind (praktizierend, beruflich aktiv und zum Praktizieren zugelassen).

Auch Informationen über Beschäftigung in Krankenhäusern und die Zahlen der Absolventen von Studiengängen in den Gesundheitsberufen sind in der Datenbank zu finden

Indikatoren für technische Ressourcen

Zu diesen Daten gehören Zahl und Dichte der Krankenhäuser und Krankenhausbetten, gestaffelt nach Trägerschaft der Einrichtung (öffentlich, privat-gemeinnützig, privat-gewinnorientiert), sowie die Zahl der Betten für die Langzeitpflege.

Die HlthRes-DB enthält auch Indikatoren für die Verfügbarkeit medizinischer Geräte in folgenden  Bereichen: Computertomographie (CT), MRT, Positronen-Emissions-Tomographie (PET), Gamma-Kameras, digitale Subtraktionsangiographie, Mammographie, Strahlentherapie und Lithotriptoren.

Aktualisierungen anderer Datenbanken

Das WHO-Regionalbüro für Europa hat im Juli und August 2013 seine Statistik-Datenbanken, wie die Europäische Datenbank „Gesundheit für alle“, die Europäische Mortalitäts-Datenbank und die detaillierte Mortalitätsdatenbank der Europäischen Region, aktualisiert.

Europäische Datenbank „Gesundheit für alle“ (HFA-DB)

Die HFA-DB wurde mit den neuesten Daten über Mortalität sowie mit Daten aus den Fachprogrammen der WHO und anderer internationaler Organisationen aktualisiert. Das WHO-Regionalbüro für Europa nutzte die Ergebnisse der gemeinsamen Datenerfassung mit Eurostat und OECD dazu, die Daten über Ressourcen für die Gesundheitsversorgung sowie über ausgewählte Maßnahmen im Gesundheitsbereich zu aktualisieren. So werden jetzt insbesondere historische Daten über Krankenhausentlassungen, ambulante Leistungen und Kaiserschnitte im Rahmen einer gemeinsamen Datenerhebung für eine Untergruppe von Mitgliedstaaten der WHO erfasst, die Daten an Eurostat bzw. die OECD sowie die WHO übermitteln.

Europäische Mortalitäts-Datenbank (HFA-MDB)

Das WHO-Regionalbüro für Europa hat die HFA-MDB mit den neuesten verfügbaren Daten über Todesursachen aktualisiert und 19 Länderjahre an Daten hinzugefügt. Die HFA-MDB ermöglicht alters- oder geschlechtsspezifische Analysen von Mortalitätstrends nach übergeordneten Krankheitsgruppen oder aufgeschlüsselt nach 67 konkreten Todesursachen. Für einige Länder liegen auch subnationale Daten vor.

Detaillierte Mortalitätsdatenbank der Europäischen Region (DMDB)

Das WHO-Regionalbüro für Europa hat die DMDB mit den neuesten verfügbaren Daten über Todesursachen aktualisiert und Funktionen für die Berechnung potenziell verlorener Lebensjahre (PYLL) hinzugefügt und den Export von Daten in Excel und andere Tabellenprogramme verbessert. Die DMDB ist ein flexibles Instrument für eine genauere Analyse von Todesursachen. Sie ermöglicht eine flexible Auswahl von Todesursachen nach dem in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) verwendeten Schlüssel sowie nach Altersgruppe und Geschlecht.