Sicherheitsschulung in Turkmenistan für Fachpersonal von Biolaboratorien

WHO/Eugene Gavrilin

Das Regionalbüro hat diese Schulung für Fachpersonal angeboten, damit eine ungewollte oder beabsichtigte Verbreitung von Krankheiten aus Biolabors besser verhindert werden kann. Sie war Teil eines von der Europäischen Union (EU) mitfinanzierten Projekts zur Stärkung von Sicherheit und Schutz in Biolabors. Auf Anfrage des turkmenischen Ministeriums für Gesundheitswesen und pharmazeutische Industrie wurden in der Zeit vom 30. Juni bis 4. Juli 2014 in Aschgabat zwei derartige Schulungen durchgeführt.

Versendung infektiösen Materials

Der erste Kursus thematisierte die Versendung infektiösen Materials gemäß den internationalen Transportvorschriften und eine erfolgreiche Teilnahme wurde durch ein Zeugnis bestätigt. Der Schwerpunkt lag auf der Kategorisierung derartiger Substanzen sowie auf den Anforderungen hinsichtlich Verpackung, Kennzeichnung, Dokumentation und Kühlung.

Nach erfolgreicher Teilnahme erhielten über 20 Personen ihr Zertifikat der WHO für den Lufttransport infektiöser Substanzen in Übereinstimmung mit internationalen Gesundheitsstandards.

Die Schulung richtete sich an Gesundheitspersonal, das in der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten (wie Poliomyelitis, Masern, Röteln, Tuberkulose und Grippe) und gefährlicher Krankheitserreger tätig ist.

Beherrschung biologischer Risiken

Der zweite Kursus richtete sich an Fachleute, die mit der Beherrschung biologischer Risiken befasst sind, unter anderem die Verminderung einer Gefährdung durch Infektionskrankheiten im Labor. Mehr als 30 Teilnehmende erlernten hier zuverlässige Methoden zur Erkennung und Beherrschung der biologischen Risiken und zur Erhöhung der Laborsicherheit in der Biowissenschaft. Sie erfuhren von den neuesten Fortschritten im Ausbau von Schutz und Sicherheit in Biolaboren und übten in der Praxis die Bewertung und Verringerung biologischer Risiken, unter anderem durch Leistungsbeobachtung.

Fortlaufendes Projekt von WHO und EU

Die weltweit wachsende Zahl von Labors, die gefährliche Erreger beherbergen, lässt das Risiko einer ungewollten oder beabsichtigten Verbreitung von Krankheiten wachsen, welche die öffentliche Gesundheit gefährden könnten. Aus diesem Grunde finanziert die EU seit 2014 dieses Projekt für ein besseres Management biologischer Risiken in Labors. Die übergeordnete Zielsetzung ist die Minimierung biologischer Risiken durch die Stärkung von Schutz und Sicherheit in den Labors, durch mehr Qualitätskontrolle und durch die Erhöhung der Diagnosekapazitäten.

Das Projekt unterstützt die Umsetzung der Internationalen Gesundheitsvorschriften als eines wichtigen Rahmens zur Förderung von Schutz und Sicherheit in Biolabors. Das Regionalbüro hat ähnliche Kurse für Fachpersonal in über 25 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region durchgeführt.