Verstärkte Kooperation im Bereich der primären Gesundheitsversorgung

WHO Collaborating Centre on Primary Health Care, Ghent University, Belgium

Drei WHO-Kooperationszentren für primäre Gesundheitsversorgung (aus Belgien, Kroatien und den Niederlanden) haben sich dazu bekannt, gemeinsam Themen wie Entwicklungen im Bereich der psychischen Gesundheit und der nichtübertragbaren Krankheiten, Zusammenhänge zwischen primärer und sekundärer Gesundheitsversorgung und nach Krankheiten aufgeschlüsselte Benachteiligungen in der Gesundheitsversorgung zu bearbeiten.

In manchen Gesundheitssystemen kann sich die Diagnose eines Patienten negativ auf seinen Zugang zu Leistungen und die Qualität der Versorgung auswirken. Die gemeinsame Arbeit soll eine Bestandsaufnahme solcher Fälle sowie thematische Workshops und die Veröffentlichung eines Thesenpapiers hierüber umfassen.

Bedienstete der drei Zentren kamen im Oktober zusammen, um sich mit der Arbeit der anderen vertraut zu machen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erkunden. Sie vereinbarten, sich künftig einmal jährlich zu treffen, Ideen und Informationen in Bezug auf ihre Arbeit auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.

Bei den drei Zentren handelt es sich um: die Andrija-Štampar-Schule für öffentliche Gesundheit in Zagreb (Kroatien), Kooperationszentrum für primäre Gesundheitsversorgung seit 1983; das niederländische Forschungsinstitut für Gesundheitsdienste (NIVEL) in Utrecht (Niederlande), Kooperationszentrum seit 1987; das internationale Zentrum für primäre Gesundheitsversorgung und Familienmedizin der Universität Gent (Belgien), Kooperationszentrum seit 2010.

Andrija-Štampar-Medaille

Der Verband der Ausbildungsstätten für das öffentliche Gesundheitswesen in der Europäischen Region (ASPHER) hat die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab am 10. November 2011 mit der Andrija-Štampar-Medaille für den Bereich der öffentlichen Gesundheit ausgezeichnet.

Bei der Entgegennahme der Medaille sagte Frau Jakab: „Dr. Štampar war 1948 dabei, als die sehr positive Definition der WHO von Gesundheit formuliert wurde, und ich bin fest entschlossen, dieser Vorgabe bei der Herleitung der neuen europäischen Gesundheitspolitik „Gesundheit 2020“ zu folgen. Ich möchte, dass Gesundheit und Wohlbefinden zu Leitzielen und Grundsätzen von Gesellschaft und Staat werden, und ich bin sicher, dass Dr. Štampar dem beipflichten würde.“