Neues klinisches Forschungszentrum für Gesundheitsförderung in Skandinavien eröffnet

Clinical Health Promotion Centre

Prof. Hanne Tønnesen während der Eröffnung des klinischen Forschungszentrums für Gesundheitsförderung, an dem nordische Forschungseinrichtungen beteiligt sind. Foto: Klinisches Forschungszentrum für Gesundheitsförderung

Am 18. November 2011 wurde das klinische Forschungszentrum für Gesundheitsförderung, dem eine Zusammenarbeit nordischer Forschungseinrichtungen zugrunde liegt, im Universitätskrankenhaus Bispebjerg (Kopenhagen) eröffnet. Das neue Zentrum soll zur globalen klinischen Forschung und Entwicklung in fünf Bereichen beitragen: Alkohol/Drogen, Tabak, Ernährung, körperliche Betätigung und Komorbidität.

Das Zentrum ist ein Zusammenschluss des bereits bestehenden dänischen WHO-Kooperationszentrums für evidenzbasierte Gesundheitsförderung in Krankenhäusern und Gesundheitsdiensten und der schwedischen klinischen Alkoholforschungsstelle der Universität Lund.

In seiner Eröffnungsrede sagte der Stellvertretende Leiter des Bispebjerg-Krankenhauses Steen Werner Hansen, dass sein Haus eines der ersten in Dänemark gewesen sei, das sich mit Gesundheitsförderung für Patienten und Personal befasst habe. Daher sei man hoch erfreut, dass auch das nordische Forschungszentrum hier angebunden werde. Das klinische Forschungszentrum für Gesundheitsförderung arbeite global für die Einbeziehung der Forschung in die alltägliche Gesundheitsförderung in den Universitätskrankenhäusern. Die Kooperation des Zentrums mit der WHO sei ein wertvoller Aspekt im Gesamtprofil des Krankenhauses.

Dr. Maria Ruseva, Leiterin des Programms für öffentliche Gesundheitsdienste beim WHO-Regionalbüro für Europa äußerte sich sehr zufrieden mit der Arbeit des Zentrums für die weltweite Verbreitung der Forschung und Entwicklung im Bereich der Gesundheitsförderung. Sie betonte auch die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit der WHO mit dem Zentrum.
 
Die Leiterin des Zentrums, Prof. Hanne Tønnesen, sagte anlässlich der Eröffnung, die Gründung des neuen Zentrums sei durch den weltweiten Bedarf an besserer klinischer Forschung im Bereich der Gesundheitsförderung motiviert. Mit all dieser Arbeit werde eine bessere Gesundheit für Patienten, Personal und Allgemeinbevölkerung angestrebt.

Das Zentrum

Einige der wichtigsten Aktivitäten des Zentrums sind:

  • Forschung und Entwicklung, Ausbildung und Qualitätssicherung
  • Betreuung des internationalen Netzes gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, das von der WHO initiiert wurde
  • Pflege der dänischen Datenbank zum Rauchverzicht
  • neuerdings Herausgabe einer wissenschaftlichen Zeitschrift über klinische Gesundheitsförderung, Forschung und bewährte Praktiken für Patienten, Personal und Allgemeingesellschaft.

Für das Forschungszentrum sind mehr als 28 Personen tätig, darunter 9 postdoktorale Forscher und 7 PhD-Studierende. Die dänische Abteilung des Zentrums ist im Universitätskrankenhaus Bispebjerg untergebracht, während der schwedische Teil im Universitätskrankenhaus Skåne in Malmö angesiedelt ist.