Organspenden in Südosteuropa nähern sich Bedarf an

Ministry of Health, Croatia

Gesundheitsminister und andere hochrangige Vertreter aus den zehn Ländern des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks (SEEHN) veranstalteten am 4. Juni in Zagreb (Kroatien) ihre erste regionale Konferenz zum Thema Organspenden und Transplantationen.

Die Konferenz wurde vom kroatischen Präsidenten Ivo Josipovic und auf Seiten des Regionalbüros von Direktor Dr. Hans Kluge im Namen der Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab eröffnet. Dr. Kluge beglückwünschte den Präsidenten zur gesamtstaatlichen Herangehensweise an die Gesundheit, die auch in dem neuen Rahmenkonzept für die Europäische Region „Gesundheit 2020“ empfohlen werde. 

„Kroatien möchte ein Schlaglicht auf die Bedeutung des Themas Organspenden und
-transplantationen sowie auf die trotz bemerkenswerter Fortschritte noch bestehenden Herausforderungen werfen. Wir hoffen, dass die bisher gewonnen Erfahrungen und der erzielte greifbare Nutzen für unsere Bürger als ein Modell für andere Länder des SEEHN dienen kann, die mit ähnlichen Problemen, Chancen und Herausforderungen zu tun haben“, sagte der kroatische Gesundheitsminister Prof. Rajko Ostojić.

Mit der Veranstaltung sollte die politische Unterstützung für und Verpflichtung auf eine verstärkte Umsetzung erfolgreicher Programme für Organspenden und -transplantationen gewonnen werden, die auf Grundlage der Entschließung von Madrid zu Organspenden und
-transplantationen, der Leitprinzipien der WHO und der Erklärung von Istanbul über Organhandel und Transplantationstourismus, Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie den Aktionsplan der Europäischen Union (EU) zu Organspenden und -transplantationen geschaffen wurden.

Während der Podiumsdiskussion hoben einige Minister hervor, dass es gute ökonomische und ethische Gründe für ein wirksames Organspenden- und Transplantationsprogramm gebe, und sie äußerten sich zur Verwirklichung der Sicherheits- und Qualitätsstandards der EU und zur langfristigen Kooperation zwischen Ländern in der Region für den Austausch von bewährten Praktiken und Erfahrungen.

Kroatien eröffnete am 21. Februar 2011 ein regionales Zentrum für Gesundheitsentwicklung im Bereich Organspenden und Transplantationen.

An die Veranstaltung schloss sich die 29. Tagung des SEEHN an.