Wie begann die HBSC-Studie?

Nachdem Forscher aus drei Ländern (Norwegen, Finnland und England) festgestellt hatten, dass sie ihre Daten nicht miteinander vergleichen konnten, weil ihre Länder jeweils unterschiedliche Erhebungsmethoden benutzten, kam ihnen die Idee, eine länderübergreifende Untersuchung mit den gleichen Fragen durchzuführen, um sinnvolle Vergleiche zu ermöglichen.

1983/1984 wurde in Dänemark, England, Finnland, Norwegen und Österreich die erste Befragung durchgeführt; kurz darauf wurde die WHO einbezogen. Die ursprünglichen Teilnehmer wollten die Studie zu einem Kooperationsprojekt der WHO weiterentwickeln.

Von Anfang an wurde Gesundheit im Rahmen eines breiteren sozialen Umfelds aus Familie, Gleichaltrigen, Schule und sozioökonomischen Rahmenbedingungen betrachtet. Gesundheitsverhalten (z. B. Bewegung, Ernährung) und Risikoverhalten (z. B. Rauchen und Trinken) waren von Anfang an feste Bestandteile.

In den frühen 1990er Jahren wurde sexuelle Gesundheit mit dazugenommen, weil sie als zentrales Anliegen im Hinblick auf die Gesundheit älterer Jugendlicher erkannt wurde. Der Konsum von Cannabis und eines breiteren Spektrums alkoholischer Getränke sowie andere neue Felder wie der Gebrauch von Computern und elektronischer Kommunikation kamen später hinzu.

In jüngerer Zeit wurde der gesamte Bereich des Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit um Konzepte wie Lebenszufriedenheit erweitert. In ähnlicher Weise wurden die sozioökonomischen Fragen erweitert und verfeinert, wobei jedoch die zugrunde liegenden Ideen erhalten blieben.

Heute sind an der Studie insgesamt 43 Länder und Regionen beteiligt.