Warum Jugendliche untersuchen?

Nun, Jugendliche werden als Bevölkerungsgruppe oft übersehen; die uns vorliegenden Daten sind mit Daten über Kinder oder junge Erwachsene kombiniert, so dass die Jahre der Pubertät nicht zu erkennen sind.

Entscheidende Lebensphase

Es gibt eine Datenlücke, aber es wird auch anerkannt, dass die Pubertät eine entscheidende Lebensphase ist, in der sich vieles entwickelt. Die Eltern üben weniger Kontrolle über alle Verhaltensweisen aus, und so wird zum Beispiel die Ernährung zu einer Entscheidung, die außerhalb des Hauses getroffen wird. Auch das Ausmaß der körperlichen Betätigung eines Jugendlichen wird nun von ihm allein bestimmt. Somit stehen in dieser Zeit derart große psychosoziale und biologische Veränderungen an, dass man entsprechende Auswirkungen in Bezug auf Wohlbefinden und Gesundheitsverhalten beobachten kann.

Außerdem wird oft angenommen, dass Jugendliche gesund sind und wir uns daher nicht um sie sorgen müssen. Dabei erleiden sie sehr häufig Verletzungen, die Krankheit oder sogar den Tod zur Folge haben können.

Verborgene Probleme

Sie leiden auch an weniger offen zutage tretenden psychischen Problemen, die zum Teil in Form psychischer Störungen und Erkrankungen auftreten, aber oft auch eher in Form alltäglicher Beschwerden. Die typischen Symptome sind Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und ständige Sorgen. Sie können das allgemeine Wohlbefinden in dieser Altersgruppe beeinträchtigen und sind oft Vorboten für psychische Probleme bei jungen Erwachsenen.

In diesem Alter treten erstmals viele Hinweise dafür auf, dass nicht alle Kinder einfach glücklich und gesund sind. Manche Muster setzen sich bis ins Erwachsenenalter fort, wo sie in Bezug auf die gesundheitlichen Ergebnisse an Bedeutung gewinnen.

Auch in Bezug auf Bildung ist diese Phase äußerst wichtig: Wenn es einem nicht gut geht und man sich nicht wohl fühlt, schöpft man vielleicht auch sein Bildungspotenzial nicht voll aus. Das hat Auswirkungen auf den weiteren Bildungsweg und das Berufsleben jedes Einzelnen.