Leitlinien für die Behandlung von Hepatitis C veröffentlicht

Die WHO hat ihren ersten Leitfaden für die Behandlung von Hepatitis C veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine chronische Infektion, von der nach Schätzungen 130 bis 150 Mio. Menschen betroffen sind und die weltweit jährlich für 350 000 bis 500 000 Todesfälle verantwortlich ist. In der Europäischen Region der WHO ist nach Schätzungen jeder Fünfzigste mit Hepatitis C infiziert.

Die Veröffentlichung der „Leitlinien der WHO für die Untersuchung, Versorgung und Behandlung von mit Hepatitis C infizierten Personen“ fällt zeitlich mit der Verfügbarkeit wirksamerer und sichererer oraler Medikamente gegen Hepatitis sowie der Aussicht auf weitere neue Medikamente in den kommenden Jahren zusammen.

Das Hepatitis-C-Virus wird meist durch Kontakt mit kontaminiertem Blut übertragen. Gefährdet sind vor allem Menschen, an denen unter unzureichenden Infektionsschutzvorkehrungen invasive medizinische Eingriffe und therapeutische Injektionen vorgenommen werden. Ebenfalls gefährdet sind all jene, die als injizierende Drogenkonsumenten mit kontaminierten Injektionsnadeln oder als Kunden mit Instrumenten für Tätowierung oder Body-Piercing in Berührung kommen.

Neben Fragen der Behandlung wird in den neuen Leitlinien auch zusammengefasst, was zur Prävention der Übertragung von Hepatitis C getan werden sollte, etwa durch Maßnahmen zur Bewertung der Sicherheit von medizinischen Verfahren und von Injektionen in Gesundheitseinrichtungen sowie unter injizierenden Drogenkonsumenten.