Prävention von Hepatitis B und C

Die Arbeit des Regionalbüros zur Prävention und Therapie von Hepatitis richtet sich in erster Linie auf die Typen B und C. Diese sind die in der Europäischen Region am weitesten verbreitet. 13,3 Millionen Menschen leben mit Hepatitis B und 15 Millionenen mit Hepatitis C. 120 000 infizierte Personen sterben jedes Jahr an der Erkrankung. Etwa zwei Drittel der mit Hepatitis B und C infizierten Menschen in der Europäischen Region leben in Osteuropa und Zentralasien.

Hepatitis: Prävention, Diagnose und Therapie

Die Virusinfektion Hepatitis greift in erster Linie die Leber an. Das Virus wird über den Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten der infizierten Person übertragen. Typ B kann zu einer akuten sowie chronischen Erkrankung führen. Regelimpfungen von Neugeborenen und Kindern mit einem Hepatitis-B-Impfstoff ist die beste Vorsorgemaßnahme. Die meisten Länder in der Europäischen Region führen diese Impfung bereits durch, so dass dort jetzt Generation auf Generation folgen wird, in der Hepatitis B nicht mehr vorkommt.

Hepatitis C verursacht akute und chronische Infektionen, die leichte Erkrankungen für die Dauer einiger Wochen oder schwere lebenslängliche Krankheiten zur Folge haben können. Das Hepatitis-C-Virus wird durch Blut übertragen, so dass sich die Menschen in der Regel aufgrund unsicherer Injektionspraktiken, unzureichender Sterilisierung medizinischer Ausrüstung und der Verwendung ungeprüfter Blutprodukte anstecken.

Gegen Hepatitis C gibt es keinen Impfstoff, so dass gegen die Krankheit nur bessere Prävention, Diagnose und Therapie helfen können. Wissen über die Krankheit und die Befolgung sicherer Injektionspraktiken sind der beste Schutz. Neue und wirksame Behandlungsmethoden der Hepatitis C sind heute verfügbar und sollten allen bedürftigen Menschen zugänglich gemacht werden.

Globale Belastung durch Hepatitis und Reaktion der WHO

Die Virushepatitis – eine Gruppe von Infektionskrankheiten unter der Bezeichnung Hepatitis A, B, C, D und E – steckt jährlich fast 500 Millionen Menschen an und fast 1,4 von ihnen sterben an den Folgen der Infektion. Hepatitis wird jedoch immer noch weitgehend ignoriert.  
Dabei haben die WHO und die Mitgliedstaaten 2014 signifikante Fortschritte im Kampf gegen die Krankheit erzielt.

  • Im März riefen die Teilnehmer der ersten globalen Tagung der WHO und ihrer Partner im Kampf gegen die Hepatitis zu einer Ausweitung der Maßnahmen auf.
  • Im April gab die WHO neue Empfehlungen zur Therapie von Hepatitis C heraus.
  • Im Mai nahm die Weltgesundheitsversammlung (auf der 194 Mitgliedstaaten vertreten waren) eine Resolution zur Verbesserung der Therapie, Diagnose und Therapie der Virushepatitis an.

Welt-Hepatitis-Tag

Am 28. Juli begehen die WHO und ihre Partner jedes Jahr den Welt-Hepatitis-Tag, um Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und ein besseres Verständnis von der Virushepatitis und der durch sie verursachten Krankheiten zu fördern. 2014 werden Politik, Gesundheitsfachwelt und Öffentlichkeit dazu aufgerufen, die lautlose Bedrohung nicht aus den Augen zu verlieren.

Das Datum des Welt-Hepatitis-Tages wurde zu Ehren des Nobelpreisträgers Prof. Baruch Samuel Blumberg aus den Vereinigten Staaten von Amerika gewählt, weil der Entdecker des Hepatitis-B-Virus an diesem Tag geboren wurde.