Partnerschaft zur Förderung der HIV-Prävention jetzt online

Die Initiative IQhiv (Improving Quality in HIV Prevention in Europe), die praktische Instrumente zur Verbesserung der HIV-Prävention aufzeigt, anpasst und weitergibt, ist ab sofort im Internet präsent. Ihre Instrumente sind zur Bewertung und Stärkung der Einsätze und Maßnahmen im Präventionsbereich sowie zur Sammlung von Erkenntnissen über bewährte Praktiken geeignet.

Einzelne Personen und ganze Organisationen begreifen immer mehr, dass ihre Präventionsarbeit besser und stimmiger werden muss, wenn sie gegen die HIV-Epidemie Erfolg zeigen soll. Lange konzentrierte sich die Arbeit darauf, möglichst viele Menschen zu erreichen, vernachlässigte dabei jedoch die Qualität der Maßnahmen. Die Qualität und der Gegenwert für die investierten Mittel werden nun aber in hohem Tempo zu zentralen Aspekten der Präventionsprogramme.

2009 startete das WHO-Regionalbüro für Europa zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Aids Action Europe die IQhiv-Initiative, die vorrangig zwei Ziele verfolgen soll:

  1. den regelmäßigen Einsatz von Instrumenten für die Qualitätsverbesserung in der HIV-Prävention auf Projekt-, Programm- und Politikebene in ganz Europa zu fördern,
  2. Informationen über Ansätze der Qualitätsverbesserung zu verbreiten, welche die Wirksamkeit der HIV-Prävention auf Projekt-, Programm- und Politikebene nachweislich steigern.

In ihrem Bemühen um mehr Qualität hinterfragt IQhiv auch die Bedürfnisse und Erwartungen der Klienten und übernimmt nicht unkritisch alle Aussagen der Experten. Die Einbeziehung der Zielgruppe wird heute in der Gesundheitspolitik zwar häufig symbolisch vollzogen, doch nur durch eine echte Beteiligung auf allen Umsetzungsebenen lassen sich wirksamere Interventionen in vielfältigen Umfeldern und Umgebungen zielstrebig verwirklichen. Qualitätsverbesserung muss ein kontinuierlicher Prozess der Selbstreflexion und Partizipation sein. Nur so werden die Praktiker dazu befähigt und ermutigt, ihre Arbeit ohne Angst vor Scham und Bloßstellung zu analysieren.

Die benutzerfreundliche Website wird vom deutschen Gesundheitsministerium finanziert.