Neue gesundheitspolitische Empfehlungen für Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten und Transgender

Die WHO und ihre Partner stellen heute neue gesundheitspolitische Empfehlungen vor, die Politikern und Anbietern helfen sollen, die Angebote im Bereich von Therapie und Prävention von HIV und sexuell übertragenen Infektionen unter Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten auszuweiten. Dies sind die ersten globalen gesundheitspolitischen Leitlinien mit Schwerpunkt auf diesen Gruppen. Länder aus der Europäischen Regionen halfen die neuen Leitlinien zu erarbeiten.

Die globalen Leitlinien sind für die Europäische Region der WHO äußerst relevant, denn hier sind Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten und Transgender die wichtigsten Bevölkerungsgruppen, die einem erhöhten Risiko eines Kontakts und einer Infektion mit HIV ausgesetzt sind. HIV betrifft in der Region in besonderem Maße an den Rand der Gesellschaft gedrängte Gruppen, deren Verhalten stigmatisiert wird. Im Westen und in der Mitte der Region entfielen über die Hälfte der neu diagnostizierten HIV-Infektionen im Jahr 2009 auf Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten.

Das Regionalbüro für Europa wird die Mitgliedstaaten darin unterstützen, diese globalen Leitlinien so anzupassen, dass die Zunahme der Zahl der HIV-Infektionen aufgrund von gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten unter Männern bis 2015 halbiert wird.