Behandlung von HIV als Prävention: #HIVchat auf Twitter

Experten des Regionalbüros und der European AIDS Treatment Group beantworten am Mittwoch, dem 19. Dezember 2012, von 15.00 bis 16.00 MEZ im Twitter-Chat live Fragen zum Einsatz antiretroviraler Medikamente auch im Rahmen der Prävention gegen HIV-Infektionen.

Als Gesprächspartner halten sich Irina Eramova und Smiljka de Lussigny (Programm HIV/Aids, sexuell übertragbare Infektionen und virale Hepatitis des Regionalbüros) und Anna Zakowicz (European AIDS Treatment Group) bereit.

Diskussionsthemen

  • HIV-Behandlungen funktionieren. Antiretrovirale Therapie wirkt nachweislich präventiv gegenüber Aids und rettet Leben.
  • Behandlung als Teil der Prävention. Welche Konzepte und Prinzipien liegen diesem Ansatz zugrunde?
  • Was wissen wir? Erkenntnisse zur präventiven Wirksamkeit der Therapie
  • Wer, wann, wo, wie? Betrachtungen zu Ablauf und Betrieb

#HIVchat: Wie Sie Fragen senden können

Bitte senden Sie Ihre Fragen in Form von Tweets an @WHO_Europe; das Hashtag lautet #HIVchat.

Wenn Sie nicht beim Live-Chat mitmachen können, hinterlassen Sie einfach die Fragen an unsere Experten auf unserer Facebook-Seite: WHO/Europe on Facebook

Behandlung als Prävention

Antiretrovirale Therapien (ART) drängen HIV zurück und halten ein Fortschreiten der Krankheit auf. Seitdem solche Therapieformen insbesondere im Frühstadium der Krankheit angewandt werden, sind die Sterberaten markant gefallen und wurde das Leiden der Betroffenen signifikant verringert.

Antiretroviralia werden auch mit großem Erfolg zur Prävention einer HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind eingesetzt. Eine wirksame Kombinationsbehandlung von Mutter und Säugling senkt das Übertragungsrisiko von der Mutter zum Kind auf unter 2%.

2011 wiesen Forscher nach, dass sich die HIV-Ansteckungsrate im heterosexuellen Bereich um 96% verringern lässt, wenn die Träger des Virus schon früher behandelt werden.

Mit dem Schlagwort Therapie als Prävention (TasP) werden Ansätze bezeichnet, die HIV-positiven Menschen unabhängig von der Zahl der Helferzellen (CD4) eine Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten ermöglichen, um das Risiko einer HIV-Übertragung zu verringern.

Auch für Paare mit nur einem infizierten Partner empfiehlt die WHO eine Therapie mit antiretroviralen Medikamenten für die HIV-positive Person unabhängig von der Stärke ihres Immunsystems, um die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung auf den nicht infizierten Partner zu verringern.

Noch ungeklärte Fragen zu Ablauf und Betrieb dieses Ansatzes werden in einem überarbeiteten Text zur Präventivbehandlung gegen HIV und Tuberkulose mit antiretroviralen Medikamenten aufgegriffen, den das WHO-Hauptbüro im Juni 2012 veröffentlicht hat. Im Twitter-Chat werden diese Themen angesprochen und es besteht die Möglichkeit, weiterhin gehegte Bedenken aus der Gruppe der Betroffenen vorzubringen.