WHO-Generaldirektorin erklärt Pandemie H1N1 für beendet

Am Dienstag, den 10. August 2010 um 15 Uhr MESZ hat die Generaldirektorin der WHO, Dr. Margaret Chan, die Influenza-Pandemie H1N1 für beendet erklärt. Dieser Entscheidung lagen die Ergebnisse und Empfehlungen der vorausgegangenen Tagung des Krisenstabs im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften zugrunde. Der Krisenstab prüfte einen aktuellen epidemiologischen Lagebericht zum Status der Pandemie H1N1/2009 (in der nördlichen und südlichen Hemisphäre) und erörterte den Status der Pandemie sowie die Frage, ob weiterhin eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite vorliege.

Auch in der Post-Pandemie-Phase wird es noch zu durch das Virus H1N1 bedingten Fällen und Ausbrüchen kommen. Ebenso ist zu erwarten, dass im Vergleich mit der saisonalen Influenza jüngere Altersgruppen, einschließlich schwangerer Frauen, weiterhin unverhältnismäßig stark von schweren Erkrankungen infolge der Pandemie H1N1/2009 betroffen sein werden; zu diesen zählt auch virale Pneumonie. Die WHO empfiehlt der Bevölkerung, auch in nächster Zeit wachsam zu bleiben und sich durch Impfungen, Hand- und Atemhygiene und andere Maßnahmen vor Influenzainfektionen zu schützen. Ausführliche Empfehlungen hierzu finden sich in den Leitlinien der WHO für Vorsorge- und Gegenmaßnahmen in Bezug auf eine Influenzapandemie.

Die WHO hat weitere Empfehlungen zu Maßnahmen während der Post-Pandemie-Phase veröffentlicht, u. a. zur epidemiologischen und virologischen Überwachung, zu Impfmaßnahmen und zum klinischen Fallmanagement.

Das WHO-Regionalbüro für Europa veröffentlicht wöchentlich einen Surveillance-Bericht zur Pandemie H1N1/2009 in englischer und russischer Sprache, der auf Daten aus der gesamten Region mit ihrer Bevölkerung von insgesamt 883 Mio. Menschen basiert. Um diese Berichte zur Geschichte der Pandemie einsehen zu können, wählen Sie bitte jeweils ein Jahr bzw. eine Woche aus. Der Nachrichtenbrief EuroFlu enthält auch einen aktuellen Bericht zur Lage in der südlichen Hemisphäre.