Grippesaison beginnt

WHO/Faith Kilford Vorting

WHO recommendations emphasize the inclusion of pregnant women (any trimester) and children aged 6-59 months in national vaccination programmes for influenza

Influenza ist eine akute virale Infektion, die vor allem Nase, Hals und Lunge befällt. Die saisonale Influenza befällt jährlich etwa 5% bis 15% der Bevölkerung. In der Europäischen Region der WHO beginnt gerade die Grippesaison, sodass jetzt die Ansteckungsgefahr am größten ist.

Das Influenzavirus breitet sich leicht aus, vor allem über die Luft, meist durch Husten oder Niesen, aber auch über Handkontakt. Menschen können zur Ausbreitung des Virus beitragen, noch bevor sie von der eigenen Ansteckung wissen, etwa vom Tag vor Auftreten der ersten Symptome bis fünf bis sieben Tage danach.

Symptome

Zu den Symptomen zählen Fieber, Frösteln, Husten, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Müdigkeit. Auch wenn die Influenza meist einen milden Krankheitsverlauf aufweist, so sind doch auch schwere, in seltenen Fällen sogar tödliche Krankheitsverläufe möglich.

Wie kann die Ausbreitung der Influenza unterbunden werden?

Die Ausbreitung der Influenza kann durch grundlegende Handhygiene gestoppt werden. Benutzen Sie beim Husten oder Niesen ein Taschentuch, und werfen Sie dieses danach weg. Niesen Sie in den Ellenbogen, nicht in die Hände. Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mit Seife. Wenn Sie grippeähnliche Symptome haben, bleiben Sie noch einen Tag nach Verschwinden des Fiebers zuhause, außer für unverzichtbare Fahrten, und halten Sie sich möglichst von anderen Menschen fern.

Der Influenzaimpfstoff

Influenzaimpfstoffe sind sicher und werden seit über 60 Jahren gebraucht.
Bestimmte Gruppen tragen ein erhöhtes Risiko in Bezug auf einen ernsten Krankheitsverlauf: mehr als 90% der durch saisonale Influenza bedingten Todesfälle betreffen Menschen über 65 Jahren. Die WHO empfiehlt daher Impfungen für folgende Gruppen: ältere Menschen, die in Pflegeheimen leben bzw. Behinderungen haben oder an chronischen Erkrankungen leiden; Schwangere; Gesundheitspersonal; Kleinkinder (ab sechs Monaten). In der jüngsten Aktualisierung der Empfehlungen der WHO wird hervorgehoben, dass Schwangere (alle Trimester) sowie Kinder im Alter zwischen 6 und 59 Monaten im Rahmen der nationalen Impfprogramme geimpft werden sollten.

Da von Jahr zu Jahr unterschiedliche Viren zirkulieren, wird in jedem Jahr ein neuer saisonaler Impfstoff entwickelt, um die jeweils verbreitetsten Viren zu bekämpfen. Deshalb ist es wichtig, sich jedes Jahr impfen zu lassen.

Surveillance und Beratung durch die WHO

Das WHO-Regionalbüro für Europa sammelt Surveillance-Daten über Influenzaviren und die Zahl der Grippefälle in den 53 Ländern der Europäischen Region, um zu ermitteln, welche Virentypen zirkulieren und wo und wie viele Menschen jeweils erkranken. Es veröffentlicht diese Informationen von Mitte Oktober bis zum Ende der Grippesaison im April in seinem wöchentlichen Nachrichtenbrief Euroflu, der auf seiner Website eingestellt wird.

Das Regionalbüro entwickelt und veröffentlicht außerdem Ratschläge und Empfehlungen für Gesundheitsfachkräfte, Grippeforscher und die Öffentlichkeit. Die Leitlinien betreffen ein breites Themenspektrum, etwa die Bereiche Grippeimpfung, Fallmanagement und Normen für Labore für Influenza und andere Infektionskrankheiten.