Grippeimpfstoffe von Novartis in einigen Ländern wieder im Einsatz

Die Verwendung einiger Chargen der von der Firma Novartis hergestellten Influenza-Impfstoffe wird in einer Reihe von Ländern, die sie zuvor bis zum Vorliegen der Ergebnisse einer weiteren Untersuchung der in den Impfstoffen gefundenen Eiweißausflockungen vorübergehend ausgesetzt hatten, wieder aufgenommen.

So haben Kanada und die Schweiz nach eingehender Überprüfung durch ihre nationalen Aufsichtsbehörden die vorübergehende Aussetzung der Verwendung von Agrippal, Agriflu und Fluad aufgehoben. Die Ergebnisse der internen Überprüfungen und Risikoabschätzungen deuten darauf hin, dass die beobachteten Ausflockungen nicht auf externe Verunreinigungen zurückzuführen sind, sondern feste Bestandteile des Produktes darstellen. Die Entstehung von Eiweißausflockungen ist bei der Herstellung von Impfstoffen nicht ungewöhnlich. Die WHO wird laufend über die weitere Entwicklung der Situation informieren.

Impfungen bieten den wirksamsten Schutz vor Grippeerkrankungen und ihren potenziell schweren Komplikationen. Influenzaviren verändern sich ständig, sodass die Zusammensetzung des Impfstoffs häufig geändert werden muss, um eine Kompatibilität mit den jeweils vorherrschenden Virenstämmen zu gewährleisten. Die Impfung gegen die saisonale Grippe muss daher jährlich verabreicht werden.

Empfehlungen der WHO für Grippeimpfstoffe

Die WHO empfiehlt Impfungen für folgende Gruppen: ältere Menschen, die in Pflegeheimen leben bzw. Behinderungen haben oder an chronischen Erkrankungen leiden; Schwangere; Gesundheitspersonal; Kleinkinder (ab sechs Monaten). In der jüngsten Aktualisierung der Empfehlungen der WHO wird hervorgehoben, dass Schwangere (alle Trimester) sowie Kinder im Alter zwischen 6 und 59 Monaten im Rahmen der nationalen Impfprogramme geimpft werden sollten.