Humane Erkrankungsfälle mit dem aviären Influenzavirus A(H7N9) in China – aktuelle Lage und Empfehlungen

Mit Stand vom 23. April 2013 hatten die Gesundheitsbehörden in China der WHO insgesamt 108 im Labor bestätigte humane Erkrankungsfälle durch das Virus A(H7N9) gemeldet, davon 22 mit tödlichem Ausgang. Diese Fälle wurden aus den vier Provinzen Anhui, Henan, Jiangsu und Zhejiang sowie aus den Städten Peking und Schanghai gemeldet. Bisher gibt es noch keine Anzeichen für eine anhaltende Mensch-zu-Mensch-Übertragung.

Empfehlungen für die Europäische Region

Das Regionalbüro empfiehlt den Mitgliedstaaten nachdrücklich, die Kapazitäten zur Aufdeckung jedes ungewöhnlichen gesundheitlichen Ereignisses (einschließlich derer, die in Verbindung mit einem neuen Subtyp von Influenza A stehen) aufrechtzuerhalten, die gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) an die WHO zu melden sind.

Die human- und veterinärmedizinischen Dienste müssen in engem und systematischem Zusammenwirken auf einen frühzeitigen Informationsaustausch hinarbeiten und erforderlichenfalls gemeinsame Risikobewertungen in Bezug auf die Prävention und Bekämpfung von Zoonosen vornehmen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt rät die WHO nicht zu gesonderten Untersuchungen an Grenzübergangsstellen und empfiehlt auch keine Reise- oder Handelsbeschränkungen.

Empfehlungen an die Bevölkerung

Auch wenn es bisher noch keine Anzeichen für eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung gibt, so sollte die Bevölkerung doch Folgendes beachten:

  • Händewaschen zur Verringerung der Übertragung von respiratorischen Viren;
  • Einhaltung von Atemhygiene, um eine Übertragung des Virus zu verhindern.

Personen mit grippeähnlichen Symptomen wird geraten, zuhause zu bleiben, sich nicht an den Arbeitsplatz oder andere öffentliche Orte zu begeben und bei Verschlechterung der Symptome ärztlichen Rat zu suchen.

Internationales Team nach China gereist

Auf Wunsch der chinesischen Regierung befindet sich ein internationales Expertenteam seit dem 18. April im Lande, um von dem aviären Influenzavirus A(H7N9) betroffene Gebiete zu besuchen und Wege zur Prävention und Bekämpfung der Krankheit zu empfehlen. Das unter der gemeinsamen Führung der WHO und der Staatlichen Kommission für Gesundheit und Familienplanung stehende Team besucht in erster Linie Labore, Krankenhäuser und Märkte.

Regelmäßige Lageberichte für die Europäische Region

Das WHO-Regionalbüro für Europa hat einen aktuellen Lagebericht erstellt, der eine Risikobewertung, eine Reihe von Empfehlungen sowie die wichtigsten Referenzmaterialien und Leitlinien für die Länder der Europäischen Region der WHO enthält und regelmäßig überarbeitet wird.