Rückblick auf die Europäische Impfwoche 2012

WHO

Impfung eines Säuglings in der Europäischen Impfwoche 2012 Foto: WHO

2012 beteiligten sich erstmals in der siebenjährigen Geschichte der Initiative sämtliche 53 WHO-Mitgliedstaaten an der Europäischen Impfwoche und passierten damit einen wichtigen Meilenstein. Diese breite Unterstützung ist für die Region so wichtig, weil die Mitgliedstaaten Masern und Röteln eliminieren und den poliofreien Status der Region erhalten wollen. Die entscheidende Rolle des Gesundheitspersonals als vertrauenswürdige Informationsquelle im Impfstoffbereich war das Zentralmotiv der Impfwoche.

2012 war auch das Jahr, in dem alle Regionen der WHO erstmals zu einer Weltimpfwoche zusammenfanden und damit der Initiative eine globale Perspektive eröffneten.

Öffentlichkeitsarbeit in der Region

Das Regionalbüro formulierte Schlüsselbotschaften und ermunterte die teilnehmenden Länder, sich während der Impfwoche auf diese (gegebenenfalls nach einer Anpassung an die nationalen Bedürfnisse und Gegebenheiten) zu konzentrieren. In einer solchen Botschaft wurde die entscheidende Bedeutung des an vorderster Front tätigen Gesundheitspersonals für die nationalen Impfprogramme sowie der Wert ihrer entschlossenen Unterstützung von Impfungen betont.

Hilfreich ist auch das Online-Informationsangebot zu Impffragen, das vom Regionalbüro geschaffen wurde, um das Gesundheitspersonal bei der Besprechung von Impffragen mit Patienten zu unterstützen. Weitere Instrumente werden dieses Informationsangebot noch erweitern. Das Regionalbüro produzierte auch einen kurzen Film, in dem Gesundheitspersonal quer durch die Region beschreibt, wie Impfthemen mit Eltern besprochen werden.

Die Impfwoche weckte in der gesamten Region wieder ein enormes Medieninteresse und wurde in Presse, Funkmedien und Internet über 400 Male erwähnt. Ein von der Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab und der Leiterin der dänischen Gesundheits- und Arzneimittelbehörde Else Smith gemeinsam verfasster Artikel über die Dringlichkeit der Impfung älterer Bevölkerungsgruppen betonte eine weitere zentrale Botschaft des Regionalbüros für die Impfwoche: die anhaltende Notwendigkeit eines Vorgehens gegen Masernausbrüche und der Verhinderung weiterer Masernfälle. Gleichzeitig wurden fast 250 Nachrichten zur Impfwoche auf Webseiten von Gesundheitsministerien, -behörden und anderen Einrichtungen veröffentlicht.

Soziale Medien

Eine bunte Schar aus Partnerorganisationen unterstützte Aktivitäten zur Impfwoche in den sozialen Medien und meldete sich in der „Woche des Gast-Bloggers“ zu Wort. Zu ihnen gehörten Vertreter der GAVI-Allianz, der Bill & Melinda Gates Foundation, der Masern- und Rötelninitiative, Shot@Life, des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) und der European Confederation of Primary Care Paediatricians sowie weiterer Impfexperten aus der Region. Die Website zur Kampagne blieb über den Zeitraum 21. bis 27. April hinaus aktiv und ihre Besucher veröffentlichten hier Bilder, schrieben Blog-Beiträge und hinterließen Kommentare.

Das Regionalbüro veranstaltete während der Impfwoche über Twitter einen Live-Chat unter #immunizeEurope und ermöglichte so Impfexperten und der Öffentlichkeit ein offenes Gespräch über Impffragen. Zwischen dem 3. April und 2. Mai gab es nahezu 500 Beiträge in diesem Forum.

Eine weitere Neuerung war die Frage-und-Antwort-Sitzung mit über 30 Teilnehmern zur Vertrauensbildung für Impfstoffe und zum Austausch gemeinsamer Erfahrungen und Lehren aus der Impfwoche 2012.

Hilfen und Maßnahmen der Partner

Wie in den vergangenen Jahren leisteten die Partnerorganisationen auch 2012 wichtige Hilfsbeiträge und stimmten eigene Aktivitäten mit denen des Büros ab. Das ECDC berief eine Tagung zum freien Gedankenaustausch über die Eliminierung der Masern ein, an der sich Experten aus vielen Bereichen mit dem Ziel beteiligten, neue und innovative Ideen zur Förderung der Masernimpfung in Europa zu entwickeln.

UNICEF unterstützte die Botschaften der Impfwoche zum vor Ort tätigen Gesundheitspersonal und produzierte einen Film, in dem eine Gruppe armenischer Gesundheitsfachkräfte die von ihr bei der Impfung von Patienten erlebten Probleme schildert.

Kronprinzessin Mary von Dänemark unterstützte als Schirmherrin des Regionalbüros erneut die Impfwoche durch eine Erklärung, in der sie alle Länder in der Region dazu ermunterte, ihre Anstrengungen zur Bewusstseinsbildung fortzusetzen und für die Erhaltung des poliofreien Status der Region und die Eliminierung von Masern und Röteln bis 2015 zu arbeiten.