Kooperation der Impfprogramme soll Europa helfen HPV zu stoppen

Am 27. Juni 2017 berieten Gesundheitsbehörden aus sieben Mitgliedstaaten in Kopenhagen in einem informellem Rahmen über Impfungen gegen das humane Papillomavirus. Das Regionalbüro veranstaltete diese Zusammenkunft, um den Austausch von Wissen und Erfahrungen im Bereich der HPV-Impfungen zu fördern.

Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs mit Erfolg eingeleitet

Das HPV wird hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen und verursacht Krankheiten wie Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen. Bislang wird HPV bereits in 28 Ländern der Europäischen Region der WHO im Rahmen von Regelimpfungen bekämpft und drei weitere Länder (Armenien, Georgien und die Republik Moldau) wollen sich dem noch dieses Jahr anschließen.

Nach zehn Jahren des Einsatzes und mehr als 270 Millionen verabreichten Dosen ist erwiesen, dass HPV-Impfstoffe sowohl sicher als auch wirksam sind. Die Übertragungsraten der verbreitetsten und gefährlichsten HPV-Typen gehen in Ländern mit hohen Impfraten zurück.

Trotz dieser Fortschritte waren die Impfprogramme gegen HPV nicht überall gleich erfolgreich, denn die Impfraten unter den Zielgruppen der Region reichen von unter 50% bis zu über 90%. Einige Länder hatten wegen Ängsten in Bezug auf die Sicherheit des Impfstoffs eine rückläufige Entwicklung zu verzeichnen. Die Bedenken sind jedoch durch gründliche Studien und die fortlaufende Überwachung der Impfung weltweit widerlegt worden.

Das fortgesetzte Vertrauen der Öffentlichkeit in die Impfstoffe bzw. seine Wiederherstellung durch die Vorlage unabhängiger Untersuchungen ist fortlaufendes Ziel aller Impfprogramme.

Kollegialer Austausch dient dem Lernen

Das Regionalbüro initiierte im Oktober 2016 eine informelle kollegiale Gruppe, die der Diskussion und dem Kennenlernen anderer HPV-Impfprogramme mit ähnlichen Bedingungen in der Europäischen Region dienen sollte. Themen von gemeinsamem Interesse waren der Aufbau von Vertrauen, Ansätze der Erbringung und konkrete Ergebnisse.

Im Juni 2017 fand eine persönliche Zusammenkunft zur Erörterung der folgenden Themen statt:

  • Ergebnisse der Zusammenkunft des Globalen Beratenden Ausschusses für Impfstoffsicherheit (GACVS);
  • Forschung aus Schottland zu den Auswirkungen der Impfung auf die Prävalenz von HPV, Annahme von Reihenuntersuchungen für Gebärmutterhalskrebs und Anomalieraten (Veröffentlichung befindet sich im Druck);
  • Medienaspekte und wie Gesundheitsbehörden Wissen vermitteln und Verständnis in der Medienlandschaft gewinnen können;
  • Planung und Fortschreiten einer dänischen Öffentlichkeitskampagne über HPV zur Erhöhung der Impfakzeptanz.

Beteiligt waren Impfprogramme aus Frankreich, Irland, den Niederlanden, Österreich, Schweden und dem Vereinigten Königreich sowie die dänische Krebshilfe, das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, GAVCS, das Regionalbüro sowie Presse- und Medienfachleute.