Eliminierung der Malaria rückt einen Schritt näher

Seit 2009 ist in der Europäischen Region der WHO kein Fall einer lokalen Übertragung von Plasmodium falciparum, dem häufigsten und gefährlichsten Malariaerreger, mehr registriert worden. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse des heute veröffentlichten Weltmalariaberichts 2010.

In dem Bericht werden die Fortschritte der Länder der Europäischen Region bei der Erfüllung der von der Weltgesundheitsversammlung angenommenen Zielvorgaben für die Malariabekämpfung bis zum Jahr 2015 hervorgehoben. Turkmenistan wurde im Oktober 2010 als malariafrei zertifiziert. Somit sind in der Region nur noch folgende sechs Länder von Malaria betroffen: Aserbaidschan, Georgien, Kirgisistan, Tadschikistan, die Türkei und Usbekistan.

Die Europäische Region rückt damit dem letztendlichen Ziel ihrer Strategie näher: der Unterbrechung der Übertragung von Malaria und der Eliminierung der Krankheit bis 2015. Die Anzahl der gemeldeten Fälle ist in den letzten 15 Jahren um über 99% gesunken, so dass im Jahr 2009 nur noch 285 lokal übertragene Fälle gemeldet wurden. Heute verfügen sämtliche betroffene Länder über energische staatliche Programme zur Eliminierung von Malaria und bleiben den Grundsätzen der Erklärung von Taschkent: „Von der Bekämpfung zur Eliminierung der Malaria“ in der Europäischen Region der WHO in vollem Umfang verpflichtet.

Die Länder und Gebiete, in denen Malaria eliminiert wurde, bemühen sich nun darum, ihren Status als malariafrei zu erhalten.