Europäische Region der WHO bleibt malariafrei

2015 erreichte die Europäische Region als erste unter den WHO-Regionen die Unterbrechung der einheimischen Malariaübertragung und wurde 2016 für malariafrei erklärt. Ein Jahr später kann die Europäische Region diesen Status halten und trägt damit weiter zur Erreichung der für 2030 festgelegten Eliminierungsziele der Globalen Fachstrategie gegen Malaria und der Agenda für nachhaltige Entwicklung bei. Anlässlich des Welt-Malaria-Tages 2017 legt die WHO einen besonderen Schwerpunkt auf Präventionsmaßnahmen als eine entscheidende Strategie zur Verwirklichung dieser globalen Ziele.

Um eine Rückkehr der Malaria in die Europäische Region zu verhindern, müssen die Länder der Region:

  • ein anhaltendes Engagement der Politik sicherstellen;
  • ständig darauf achten, dass eine umgehende Untersuchung und Behandlung aller Malariafälle stattfindet;
  • sich vergegenwärtigen, unter welchen Umständen es wieder zu einer Übertragung der Malaria kommen könnte und welche Risiken damit verbunden wären; und
  • sich auf Sofortmaßnahmen vorbereiten, falls wieder eine autochthone Übertragung von Malaria stattfindet.

Im Juli 2016 hielt die WHO in Aschgabat (Turkmenistan) ihre erste hochrangige Tagung über die Prävention einer Wiedereinführung der Malaria ab. Auf dieser Tagung verpflichteten sich zehn gefährdete Länder der Europäischen Region dazu, ihre Anstrengungen zum Schutz der Bevölkerung vor der Gefahr einer erneuten Exposition gegenüber Malaria zu verstärken.