Gesundheitsminister Montenegros besucht WHO-Regionalbüro für Europa

WHO

Dr Kenan Hrapović, Minister of Health of Montenegro, met Dr Zsuzsanna Jakab, WHO Regional Director for Europe, on 6 June 2017.

Der montenegrinische Gesundheitsminister Dr. Kenan Hrapović besuchte am 6. Juni 2017 das Regionalbüro zu Gesprächen über gesundheitspolitische Prioritäten und die weitere Zusammenarbeit. Gegenüber Regionaldirektorin Dr. Zsuzsanna Jakab schilderte er aktuelle Entwicklungen in Montenegro wie die Schaffung eines Grippezentrums und die Akkreditierung eines Labors zur epidemiologischen Überwachung der Masern und Röteln, Pläne für eine verbesserte Tuberkulose- und Krebsdiagnostik der Lungenklinik sowie für ein nationales Referenzlabor für antimikrobielle Resistenzen.

Montenegro führt derzeit mit Unterstützung der Weltbank eine Steuerreform durch. Dr. Hrapović bat die WHO in Zusammenarbeit mit der Weltbank um Beratung bezüglich steuerlicher Maßnahmen, durch die Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Getränke effektiv bekämpft und zugleich Gesundheitsprogramme finanziert werden können.

Gesundheitsreform

Montenegro führte 2004 seine letzte Gesundheitsreform durch. Der Minister bat daher Dr. Jakab um Mitarbeit bei der Auswertung von Leistungen und Erfolgen des Gesundheitswesens in den vergangenen 13 Jahren. Dr. Jakab bot Unterstützung der WHO für die Leistungsbewertung des Gesundheitssystems insbesondere im Hinblick auf nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck an. Sie könne zu konzeptionellen Optionen führen, die dann in einem offenen Dialog zwischen den beteiligten Akteuren und Ressorts aller Ebenen und der Gesellschaft neue Handlungswege eröffneten.

Der Minister und Dr. Jakab sprachen ferner über:

  • Montenegros Beteiligung an der Initiative der Europäischen Region der WHO zur Überwachung von Adipositas im Kindesalter (COSI);
  • die Schaffung eines Kompetenzzentrums für nichtübertragbare Krankheiten in Montenegro im Rahmen des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks (SEEHN);
  • eine bevorstehende Tagung der Subregion zum Vorgehen gegen Impfskepsis;
  • Montenegros Beteiligung an der Initiative kleiner Länder;
  • die Bedeutung der Bewältigung gesundheitsrelevanter Umweltfaktoren.

Unter Hervorhebung der Bedeutung ressortübergreifender Zusammenarbeit und politischer Entschlossenheit begrüßte Dr. Jakab das Engagement Montenegros für die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Sie glaube, dass die WHO weiter eng mit dem Land zusammen arbeiten und sichern helfen könne, dass Gesundheit und Wohlbefinden zentrales Ziel des Umsetzungsprozesses blieben.