Länder prägen Erfolg der Weltantibiotikawoche 2017

Budapest Medical Students’ Association

“Wash your Hands” campaign with kindergarten children in Budapest

Vom 13. bis 19. November 2017 begingen die Länder der Europäischen Region der WHO die Weltantibiotikawoche (WAAW), zu der auch der am 18. November stattfindende Europäische Antibiotikatag gehört. 2017 lag der inhaltliche Schwerpunkt der Kampagne auf der Verknüpfung zwischen ordnungsgemäßer Handhygiene – einer der wichtigsten Maßnahmen der Infektionsprävention und -bekämpfung – und der Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen (AMR). Zur Unterstützung der 53 Länder der Europäischen Region haben das WHO-Regionalbüro für Europa und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) erstmals ein gemeinsames Toolkit für die Medien entwickelt und verteilt. An dieser wichtigen Kampagne beteiligten sich Dutzende Länder aus allen Teilen der Europäischen Region und wurden damit zur treibenden Kraft für den Erfolg.

Dabei verfolgten die Länder unterschiedliche Ansätze – von der Verteilung von Informationsmaterial wie Postern und Flugblättern bis zur Verbreitung zentraler Botschaften über die sozialen Medien, von Öffentlichkeitsarbeit über Interviews bis zu Flashmobs. Darüber hinaus fanden auch eine Vielzahl anderer Veranstaltungen wie wissenschaftliche Konferenzen und Seminare, Schulungen, Pressekonferenzen und Workshops für Journalisten, Vorlesungen für Studenten und schulische Veranstaltungen statt.

Die WAAW wird in der Mehrheit der Länder der Europäischen Region anerkannt. Insgesamt beteiligten sich 37 Länder (70%) an einer formellen Evaluation der Aktivitäten der WAAW (Stand: Mitte Januar). Davon:

  • verwendeten 31 Länder (83% der antwortenden Länder) das von der WHO erstellte Informationsmaterial, vor allem durch Verteilung von Postern und Flugblättern und durch Verbreitung der Videos;
  • entwickelten 27 Länder (72%) ihr eigenes Material, und die meisten übersetzten auch von der WHO erstelltes Material in ihre Landessprache;
  • bezogen 30 Länder (81%) die Medien ein, vor allem durch Pressemitteilungen, Informationsbeiträge im Fernsehen und Pressekonferenzen;
  • nutzten 27 Länder (72%) die sozialen Medien, hauptsächlich Facebook und Twitter, um Botschaften zur Weltantibiotikawoche zu verbreiten.
  • Die meisten Länder hielten während der Woche mindestens eine, viele von ihnen sogar mehrere Veranstaltungen ab.

Zahlreiche Länder ergriffen mehr als eine der genannten Maßnahmen.

Höhepunkte der Woche

Turkmenistan beging die Weltantibiotikawoche mit der Unterzeichnung der Nationalen Strategie zur Bekämpfung der Entstehung antimikrobieller Resistenzen (2017–2025). Die Strategie und der dazugehörige Aktionsplan wurden im Rahmen zweier zentraler nationaler Tagungen präsentiert.

In Ungarn mobilisierte der Verband der Budapester Medizinstudenten 40 Freiwillige, die verschiedene Zielgruppen sensibilisieren und informieren sollten. Diese Freiwilligen besuchten zum Beispiel Kindergärten, um Kindern die Ausbreitung von Infektionen zu erklären. Dies wurde durch Händeschütteln und Spielen nach vorherigem Färben der Handflächen mit verschiedenen Farben veranschaulicht. Im Anschluss an das Spielen wurde das richtige Händewaschen demonstriert.

In Usbekistan veranstaltete das Taschkent-Institut für medizinische Postgraduiertenausbildung am 17. November einen freundschaftlichen Wettbewerb zwischen drei medizinischen Fakultäten. Dabei stellten Teams von Diplom- und postgraduierten Studenten ihr Wissen über AMR sowie die Bedeutung eines umsichtigen Antibiotikagebrauchs und einer wirksamen Infektionsprävention unter Beweis. Jedes Team verwendete unterschiedliche und beeindruckende Ansätze zur Vermittlung der wichtigsten Botschaften an das Publikum.