Nach Ausbruch enterohämorrhagischer Escherichia coli im Vereinigten Königreich keine weiteren neuen Fälle

Seit dem 5. Juli 2016 hat das Vereinigte Königreich keine neuen Fälle enterohämorrhagischer Escherichia coli (EHEC) mehr gemeldet und schon zuvor waren nur noch 6 neue Fälle mit Einsetzen der Symptome nach dem 29. Juni gemeldet worden. Gewöhnlich wären spätestens am 26. Juli alle Fälle mit Einsetzen der Symptome nach dem 5. Juli gemeldet worden.

Hintergründe und Einzelheiten

Am 1. Juli 2016 setzte die Ansprechperson des Vereinigten Königreichs für die Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) die WHO davon in Kenntnis, dass es in England und Wales einen EHEC-Ausbruch durch das Shigatoxin produzierende E. coli  O157 PT34 gab. Am 28. Juli hatte das Vereinigte Königreich bereits 161 Fälle gemeldet, von denen 157 bestätigt und 4 wahrscheinlich waren. Insgesamt 66 Patienten suchten für ihre Versorgung ein Krankenhaus auf und 56 von ihnen wurden stationär aufgenommen. Neun Patienten wiesen Symptome des lebensgefährlichen hämolytisch-urämischem Syndroms auf,  an dem zwei dieser Patienten dann auch verstarben.

Bislang hat kein weiteres Land aus der Europäischen Region einen Anstieg ähnlicher oder verwandter Fälle gemeldet, so dass der Ausbruch auf das Vereinigte Königreich beschränkt zu sein scheint. Die Quelle des Ausbruchs ist noch nicht eindeutig festgestellt worden, obwohl die laufende Untersuchung auf Indizien für einen Zusammenhang mit Blattsalatmischungen gestoßen ist.