Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Salz

Welche Risiken sind mit einem hohen Salzkonsum verbunden?

  • Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass er in der gesamten Europäischen Region bei der Erhöhung der Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten, etwa Bluthochdruck, eine wesentliche Rolle spielt. Bluthochdruck ist klar mit Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert und ist möglicherweise auch mit anderen nichtübertragbaren Krankheiten wie Nierenkrankheit verbunden.

Welche Nahrungsmittel sollte ich vermeiden?

  • Verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte und Knabbersachen tragen nachgewiesenermaßen besonders stark zum Salzkonsum bei, doch auch Brot und Milchprodukte wie Käse sollten nicht außer Acht gelassen werden.
  • Auch Fast-Food-Ketten und andere Gaststätten sind in wesentlichem Maße für einen hohen Salz-, Fett- und Zuckergehalt in der Ernährung verantwortlich.

Wie viel Salz sollten Erwachsene pro Tag zu sich nehmen?

  • Die WHO empfiehlt eine Salzzufuhr von weniger als 5 g pro Tag (entsprechend etwa einem Teelöffel Salz täglich), um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.
  • Die zuständigen Behörden für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind sich darüber einig, dass bei den meisten Europäern der tägliche Konsum (ca. 8–11 g) weit über dem empfohlenen Niveau liegt.

Wie hoch ist die maximal vertretbare tägliche Salzzufuhr für Kinder?

  • Bei Kindern unter neun Monaten sollte der Nahrung kein Salz hinzugefügt werden.
  • Bei Kindern zwischen 18 Monaten und 3 Jahren sollte die Salzzufuhr 2 g pro Tag nicht übersteigen.
  • Bei Kindern zwischen 7 und 10 Jahren sollte die Salzzufuhr 5 g pro Tag nicht übersteigen.

Wie viel Kontrolle habe ich über meinen Salzkonsum?

  • In Europa stecken ca. 70 bis 75% des verbrauchten Salzes in verarbeiteten Lebensmitteln oder anderen Produkten der Nahrungsmittelindustrie, über die die Verbraucher keine Kontrolle haben. Die restlichen 25 bis 30% kommen am Tisch hinzu.

Mit welchen Maßnahmen wird in der Europäischen Region der Salzkonsum kontrolliert?

  • Das WHO-Regionalbüro für Europa hat die Reduzierung der Salzzufuhr zu einer der fünf vorrangigen Interventionen in dem neuen Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Strategie zur Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten (2012–2016) erklärt.
  • Der Europäische Aktionsplan Nahrung und Ernährung der WHO (2007–2012) setzt sich u. a. für eine Reformulierung verbreiteter Lebensmittelprodukte mit weniger Salz und mit dem Ziel der Schaffung gesünderer Wahlmöglichkeiten ein.
  • Das WHO-Regionalbüro für Europa unterstützt das Netzwerk der Europäischen Union für Salzinitiativen der Mitgliedstaaten, an dem 23 Mitgliedstaaten aus der Region beteiligt sind und das unter der Federführung des Vereinigten Königreichs steht. Dieses Netzwerk ermöglicht es den Ländern, über ihre Erfahrungen mit Maßnahmen zur Salzreduktion zu berichten und relevante Informationen und Fachkompetenz beizusteuern.

Welche Rolle spielt Salz bei der Vorbeugung gegen Jodmangelstörungen?

  • Die Salzjodierung bleibt eine wichtige Strategie für die Beseitigung von Jodmangelstörungen, da Salz in großem Umfang konsumiert wird und seine Herstellung leicht zu kontrollieren ist und da die Jodierung seine Sensoreigenschaften nicht beeinträchtigt und relativ kostengünstig möglich ist.
  • Das Ziel der Beseitigung von Jodmangel wurde 1992 auf der Weltgesundheitsversammlung von allen Ländern der Europäischen Region befürwortet. Doch auch wenn seitdem weltweit beträchtliche Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt wurden, so ist doch in Europa von allen WHO-Regionen die Salzjodierung am wenigsten weit verbreitet.