First Lady Estlands wird Vorkämpferin für Gesundheit

WHO

Evelin Ilves, Gattin des Staatspräsidenten von Estland, bei ihrem Zusammentreffen mit Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.

Mit ihrem Besuch beim WHO-Regionalbüro für Europa am 27. Februar 2014 folgte Evelin Ilves, die Gattin des Staatspräsidenten von Estland, der Einladung der WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab, zur Vorkämpferin für Gesundheit bei der Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten in der Europäischen Region der WHO zu werden.

Aufgrund ihrer Ausbildung als Ärztin hat Frau Ilves ein starkes Interesse an Gesundheitsthemen und setzt sich persönlich für den Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten ein. In Estland hat sie sich bereits für die Reformulierung von Lebensmittelprodukten, gesündere Schulmahlzeiten und die Verwendung von Lebensmitteln aus lokaler Produktion stark gemacht.

Auf einer Tagung mit Experten der WHO wurde primär die Frage erörtert, wie Frau Ilves durch ihr Engagement für die öffentliche Gesundheit am wirksamsten die Arbeit des WHO-Regionalbüros für Europa auf dem Gebiet der nichtübertragbaren Krankheiten im Rahmen von „Gesundheit 2020“, dem Europäischen Rahmenkonzept für Gesundheit und Wohlbefinden, unterstützen könne. Konkret wird sich die First Lady für die Förderung von Stillen, die Bekämpfung der Adipositas im Kindesalter und die Verschärfung der Regulierung der Lebensmittelwerbung für Kinder einsetzen.

Dies sind wichtige Themen für Estland wie auch auf internationaler Ebene.

  • Denn die Stillraten in der Europäischen Region der WHO stagnieren, während Estland sich in diesem Bereich vorbildlich präsentiert.
  • Die Prävalenz der Adipositas im Kindesalter zeigt in Estland wie in der Europäischen Region insgesamt steigende Tendenz.
  • Auf der Ministerkonferenz des Regionalbüros über nichtübertragbare Krankheiten, die im Dezember 2013 in Turkmenistan stattfand, äußerte Frau Ilves ihre Besorgnis über die Auswirkungen der auf Kinder abzielenden Werbung: „[Nichtübertragbare Krankheiten] sind sozial übertragbar. Wir schaffen diese Krankheiten selbst: durch unser Verhalten. Wir können sie auch an unsere Freunde und Kinder und unser gesamtes Umfeld weitergeben. Außerdem müssen wir erkennen, dass auch jene eine Rolle spielen, die Produkte herstellen und verkaufen, die diese Krankheiten verursachen.“

Mit Frau Ilves hat das Regionalbüro eine Vorkämpferin für Gesundheit gewonnen, die sich leidenschaftlich für die Zukunft der Kinder in der Region einsetzt und die schwerwiegenden gesundheitlichen Fragen für die Europäische Region thematisiert.