Europäische Region als Vorreiterin bei gesetzlichen Vorschriften für neutrale Tabakverpackungen

gov.uk

Die Europäische Region ist nach dem Beispiel Australiens zu einer Vorreiterin in der Befürwortung neutraler Verpackungen von Tabakprodukten geworden. Am 3. März nahm Irland als zweites Land weltweit und als erstes in Europa ein Gesetz über neutrale Tabakverpackungen an. Am 17. März stimmte das House of Lords mit überwältigender Mehrheit für die Einführung neutraler Verpackungen im Vereinigten Königreich.

Im Dezember 2012 hatte Australien als weltweit erstes Land ein Gesetz über neutrale Tabakverpackungen angenommen. Untersuchungen aus Australien belegen, dass Raucher, die Zigaretten aus einer neutralen Packung statt einer üblichen Markenpackung konsumieren, das Rauchen anders bewerten:

  • Sie denken um 81% häufiger mindestens einmal pro Tag ans Aufhören und stufen einen Ausstieg als vorrangiges Ziel in ihrem Leben ein.
  • Sie sind um 70% häufiger der Ansicht, dass die Wirkung der Zigaretten weniger befriedigend sei.
  • Sie sind um 66% häufiger der Ansicht, dass ihre Zigaretten von schlechterer Qualität seien.

Mehrere andere Länder der Europäischen Region der WHO, darunter Finnland, Norwegen und die Türkei, streben die Einführung neutraler Verpackungen an und bereiten für 2015 diesbezügliche gesetzliche Vorschriften vor.

Frankreich strebt an, bei der Einführung neutraler Verpackungen zu einem der Vorreiter weltweit zu werden, und hat sich zu dieser visionären Politik verpflichtet, die ständig an Dynamik gewinnt. Neutrale Verpackungen für Tabakprodukte sind ein Bestandteil des neuen Gesetzesentwurfs, über den gegenwärtig im französischen Parlament debattiert wird.

Das WHO-Regionalbüro für Europa befürwortet nachdrücklich die Bestrebungen zur Einführung neutraler Verpackungen in Frankreich und hofft, dass alle anderen Länder der Europäischen Region diesem Beispiel folgen werden. Das Regionalbüro wird diese Bewegung tatkräftig unterstützen: durch bilaterale Zusammenarbeit oder durch Zusammenführen maßgeblicher Länder zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen mögliche gerichtliche Klagen der Tabakindustrie.