Europäische Impfwoche eingeläutet

WHO/Erik Luntang-Jensen

Von rechts: Kronprinzessin Mathilde, die belgische stellvertretende Premierministerin und Ministerin für öffentliche Gesundheit Laurette Onkelinx, Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab. Foto: WHO/Erik Luntang-Jensen

Das WHO-Regionalbüro für Europa, Partnerorganisationen und Vertreter mehrerer Mitgliedstaaten bekräftigten anlässlich der Eröffnungsveranstaltung für die Europäische Impfwoche (EIW) am 26. April 2011 in Brüssel erneut ihr Engagement für Impfungen und insbesondere die akute Bekämpfung der Masernausbrüche und die sukzessive Eliminierung der Krankheit. Die belgische Kronprinzessin Mathilde nahm als Sonderbeauftragte für Impfungen des Regionalbüros für Europa an der Veranstaltung teil.

„Als Mutter von vier kleinen Kindern bin ich auch ganz persönlich diesem Anliegen verpflichtet“, sagte Kronprinzessin Mathilde. „Mein Engagement in der Aufklärungskampagne für Impfungen geht jedoch weit über die Grenzen meiner eigenen Familie hinaus. Impfungen sind eine der kostenwirksamsten gesundheitlichen Investitionen, die eine Gesellschaft vornehmen kann. Sie schützen nicht nur den Einzelnen, sondern ganze Bevölkerungsgruppen, Länder und Regionen vor Krankheit, Behinderung und Tod. Wir sollten aber nicht vergessen, dass Impfung erst dadurch zur wirkungsvollsten Präventionsmaßnahme wird, dass alle dabei mitmachen.“

Gemeinsam nach Lösungen suchen

Die Stichworte Erfahrungsaustausch und gemeinsame Abwehr einer gemeinsamen Bedrohung zogen sich wie ein roter Faden durch die Eröffnungsreden. Die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab sagte: „Lassen Sie uns in diesem entscheidenden Augenblick dafür Sorge tragen, dass unsere Region auf dem Gebiet der Impfung ihre weltweite Führungsposition verteidigt, indem wir besser und schneller reagieren. Auch wenn wir heute schon gemeinsame Erfolge im Bereich der Impfung feiern können, fordere ich jeden eindringlich dazu auf, sich weiter für die gemeinsamen Impfziele einzusetzen und zu engagieren.“

Die belgische stellvertretende Premierministerin und Ministerin für öffentliche Gesundheit Laurette Onkelinx, der Regionaldirektor für Mittel- und Osteuropa und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Steven Allen, Referatsleiter John Ryan von der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Kommission und der leitende Wissenschaftler Prof. Johan Giesecke vom Zentrum für die Kontrolle und die Prävention von Krankheiten nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.

An die Eröffnungszeremonie schloss sich eine einstündige Podiumsdiskussion an, an der sich vier Mitgliedstaaten aus der Europäischen Region beteiligten: Belgien, Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Die Diskussion konzentrierte sich auf Masernausbrüche, die derzeit im Westen der Region zu verzeichnen sind. Die Vertreter der Mitgliedstaaten tauschten sich bei dieser Gelegenheit über nationale strategische Pläne aus, beschrieben Maßnahmen angesichts der Masernausbrüche und schilderten Schwierigkeiten mit der zweiten Masern-Schutzimpfung. Das Gespräch richtete sich auch auf die Suche nach gemeinsamen Wegen zum Erreichen des Ziels einer Eliminierung der Masern aus der Region bis 2015.

Mit der Eröffnungsveranstaltung für die Impfwoche wurden in diesem Jahr zugleich Aktivitäten in 52 Mitgliedstaaten der Europäischen Region eingeläutet. „Ich bin stolz darauf sagen zu können, dass die Europäische Impfwoche sich zu einem der sichtbarsten gesundheitspolitischen Ereignisse in der Europäischen Region entwickelt hat“, sagte hierzu Frau Jakab.