Die Europäische Impfwoche im Klassenzimmer

WHO/Malin Bring

18. April 2016: Hausärztin Gindrovel Dumitra spricht im Unterricht einer Schule in Sadova (Rumänien) über Impfungen.

Die 11. Europäische Impfwoche (EIW) findet vom 24. bis zum 30. April 2016 statt. In diesem Jahr konzentriert sich die EIW auf regionaler Ebene auf die bedeutenden Fortschritte, die bei der Eliminierung von Masern und Röteln erzielt wurden, und die erforderlichen Maßnahmen zur Verwirklichung dieses Ziel in der gesamten Europäischen Region.

Rumänien gehörte zu den ersten Ländern, die Mitte April die diesjährige EIW-Kampagne mit einer Reihe von Veranstaltungen zur Sensibilisierung von Schulkindern, Eltern und Ärzten hinsichtlich der Bedeutung von Impfmaßnahmen einläuteten.

Am 16. April organisierten der rumänische Verband der Hausärzte und der Lionʼs Club mit Unterstützung der WHO ein Elterntreffen in Alba Iuila, bei dem Vorbehalte im Hinblick auf Impfungen thematisiert wurden. Zugleich bot sich dabei den Medizinern die Gelegenheit, evidenzbasierte Informationen zur Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen sowie zu Gegenanzeigen zu präsentieren.

Bei einer Konferenz für Hausärzte im transylvanischen Hunedoara konnten sie sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich Impfstoffe einschließlich Routineimpfungen im Kindesalter und zusätzliche Immunisierungsmaßnahmen informieren. In Sadova wurde Schulkindern das Konzept und die Bedeutung einer Immunisierung im Rahmen entsprechender Unterrichtseinheiten vermittelt. Die Kampagne wird die gesamte kommende Woche in den sozialen Medien fortgeführt.

Forum Immunize Europe

Informationen zu den geplanten Veranstaltungen in der gesamten Region sind über das neue Forum Immunize Europe abrufbar, das als Plattform für den ganzjährigen Informationsaustausch zwischen Impfexperten vom WHO-Regionalbüro für Europa eingerichtet wurde.

Stand der Eliminierung der Masern und Röteln

Die Verifizierungskommission der Europäischen Region für die Eliminierung der Masern und Röteln (RVC) bestätigte im Oktober 2015, dass in 32 der 53 Mitgliedstaaten aus der Europäischen Region im Jahr 2014 eine Unterbrechung der endemischen Übertragung der Masern und/oder der Röteln gelungen ist. Eine hohe Durchimpfungsrate (≥ 95 %) mittels zweier Impfdosen gegen Masern und Röteln, eine leistungsfähige Surveillance zur Identifizierung von Erkrankungsfällen und zur Überwachung von Virusübertragungsketten haben entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen.

Die RVC lobte die Länder für die Erreichung dieses Status und gab Empfehlungen für Schützenhilfe an die weniger erfolgreichen Länder ab. Erforderlich sind verstärkte Anstrengungen zur Entdeckung und Schließung von Lücken in der Surveillance, Durchimpfung und jährlichen Berichterstattung.

Die EIW in der gesamten Europäischen Region

Die EIW ist ein gut etabliertes Rahmenformat, das auf eine stärkere Sensibilisierung für die Bedeutung von Impfungen auf allen Ebenen abzielt. Die EIW findet jedes Jahr zeitgleich mit der Weltimpfwoche unter Beteiligung von Partnern, der Gesellschaft und den Gesundheitsbehörden in allen Mitgliedsstaaten statt. Das WHO-Regionalbüro in Europa unterstützt die Länder bei der Planung und Umsetzung von Aktivitäten, deren Spektrum von Jugendkonzerten bis zu Ministerkonferenzen reicht.