Aktionsdekade für Straßenverkehrssicherheit eröffnet

In der Europäischen Region der WHO sterben jährlich ungefähr 127 000 Menschen im Straßenverkehr. Das WHO-Regionalbüro für Europa begrüßt deshalb die Eröffnung der Aktionsdekade für Straßenverkehrssicherheit 2011–2020, durch die die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr in der Europäischen Region wie auch weltweit reduziert werden soll. Das konkrete Ziel lautet, während dieses Zeitraums weltweit 5 Mio. Menschenleben zu retten.

An einer Vielzahl von Eröffnungsveranstaltungen in über 30 Ländern der Region nehmen neben Gesundheits-, Verkehrs- und Innenministern auch Premierminister und Staatspräsidenten teil. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer durch Geschwindigkeitsbegrenzungen, Vorgehen gegen Trunkenheit am Steuer und einer verstärkten Nutzung von Sitzgurten, Kindersitzen und Motorradhelmen. Die Veranstaltungen richten sich an jeweils unterschiedliche Zielgruppen, etwa die Gesundheitsberufe und andere Berufsgruppen, politische Entscheidungsträger, die Medien oder die Allgemeinheit, insbesondere junge Menschen und andere besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer.

Am 26. Mai wird das Regionalbüro die Dekade offiziell in der Europäischen Region eröffnen und dabei die Straßenverkehrssicherheit als einen Eckpfeiler einer nachhaltigen Verkehrspolitik im Dienste einer gesünderen und wohlhabenderen Gesellschaft hervorheben.

Die fünf Handlungssäulen

Die Dekade wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im März 2010 offiziell angekündigt. Sie soll einen weltweiten Rahmen bilden, in dem die Länder und ihre Bürger sich mit der Krise im Bereich der Straßenverkehrssicherheit auseinandersetzen können. Während der gesamten Dekade und mit Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft werden sich die Länder zur Durchführung von in dem Rahmen genannten Maßnahmen verpflichten.

Die fünf Säulen der Dekade sind: Investitionen in Straßensicherheit; Aufbau von Kapazitäten für die Steuerung der Straßenverkehrssicherheit; Verbesserung der Fahrzeugsicherheit; Förderung eines sicheren Verkehrsverhaltens; und Verbesserung von Unfallsofortmaßnahmen. Das Regionalbüro unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Durchführung von Maßnahmen wie:

  • der Ausarbeitung und Durchsetzung von Rechtsvorschriften in Bezug auf die wichtigsten Risikofaktoren;
  • der Verbesserung der Traumaversorgung;
  • der Erhöhung der Normen für die Straßen- und Fahrzeugsicherheit;
  • der Förderung der Verkehrserziehung;
  • dem Aufbau von Kapazitäten für die Steuerung der Straßenverkehrssicherheit.