Europäische Region unterstützt Woche der Vereinten Nationen für die weltweite Straßenverkehrssicherheit unter #SlowDown campaign

Nicoleta Grisca/Automobile Club of Moldova

Children at the "Stefan cel Mare" Lyceum in Chisinau, reminded drivers of the importance of safe driving and following speed limits in school zones, as part of Road Safety Week activities in the Republic of Moldova.

Im Rahmen der vierten Woche der Vereinten Nationen für die weltweite Straßenverkehrssicherheit wurde unter dem Motto „Save Lives: #SlowDown“ eine Bewusstseinskampagne durchgeführt, die gezielt gegen Raserei vorgehen und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen sollte.

In der Europäischen Region der WHO sind Straßenverkehrsunfälle in der Altersgruppe 5 bis 29 Jahre die führende Todesursache. Dem Globalen Lagebericht zur Straßenverkehrssicherheit (2015) zufolge sterben jährlich fast 85 000 oder täglich 230 Menschen durch Unfälle im Straßenverkehr. Raser verursachen in Ländern mit hohem Volkseinkommen rund ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle und in den übrigen Ländern rund die Hälfte. Aus diesem Grund thematisierte die Woche der Straßenverkehrssicherheit in diesem Jahr lebensrettende Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Ein Land kann dann die Zahl der Straßenverkehrstoten erfolgreich verringern, wenn es Sicherheit vor Geschwindigkeit setzt. Bewährte Strategien gegen das Rasertum sind u. a.:

  • Straßen mit Verkehrsberuhigung anlegen oder bestehende Straßen umwandeln
  • Geschwindigkeitsbegrenzung nach Funktion der Straße einführen
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen durchsetzen
  • Fahrzeuge technologisch aufrüsten
  • Bewusstsein über die Gefahren des Rasertums schaffen.

Straßenverkehrssicherheit in den Ländern

Die Woche für Straßenverkehrssicherheit sollte mehr Verständnis für die Gefahren durch überhöhte Geschwindigkeit schaffen und Gegenmaßnahmen anregen und daher wurden alle Akteure (nationale und lokale Behörden, internationale Organisationen, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Öffentlichkeit) zu ressortübergreifendem Handeln sowie zur Planung und Ausrichtung von Veranstaltungen aufgefordert.

In diesem Jahr beteiligten sich 43 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region mit mehr als 190 Veranstaltungen an der Woche. Das Regionalbüro unterstützte dabei Initiativen in 19 Ländern. Die Aktivitäten reichten von Veranstaltungen in Malta und Montenegro mit Ministern, welche die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit betonten, bis zu Pressekonferenzen in der Tschechischen Republik, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Ungarn und Usbekistan, in denen Fragen der Verkehrssicherheit beleuchtet und mehr Verkehrserziehung für Kinder und junge Fahrer angekündigt wurden.

Andere Aktivitäten waren etwa Kinder- und Schülerinitiativen in der Russischen Föderation und in Serbien, ein Plakatwettbewerb in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien und ein Kindermalwettbewerb samt Ausstellung im Parlament der Republik Moldau. In Rumänien und Bosnien und Herzegowina wurden Bewusstseinskampagnen in den sozialen Medien veranstaltet. Diese Kampagnen nutzten Handzettel, Videos und Augenzeugenberichte, um die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit und den Zusammenhang mit Unfallverletzungen hervorzuheben. Örtliche Verkehrspolizei beteiligte sich aktiv in Albanien durch Verkehrserziehung, in Belarus durch die Verteilung von Informationsbroschüren und in der Türkei durch ein Konzert einer Polizeiband.

Straßenverkehrssicherheit als Thema in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Die Aktivitäten für die Woche der Straßenverkehrssicherheit orientierten sich an der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die auch die Bedeutung vielfältiger Maßnahmen für mehr Gesundheit würdigt. Unter ihren gesundheitlichen Prioritäten sind zwei Zielvorgaben für die Straßenverkehrssicherheit besonders relevant: Vorgabe 3.6 (bis 2020 die Zahl der Todesfälle infolge von Verkehrsunfällen weltweit halbieren) und 11.2 (Schaffung sicherer und nachhaltiger Verkehrssysteme).