Gesundheitssituation angesichts der Nuklearkrise in Japan

WHO warnt vor Selbstmedikation zum Schutz vor Strahlen

Die WHO warnt Bürger, die über Strahlengefahren in Japan besorgt sind, vor Selbstmedikation mit Kaliumiodid oder der Einnahme von jodhaltigen Produkten. Mit dieser Empfehlung wird auf Berichte reagiert, nach denen Bürger diese Substanzen als Reaktion auf die Freisetzung von Strahlen aus Atomkraftwerken in Japan einnehmen. Kaliumiodid sollte nur eingenommen werden, wenn eine eindeutige Empfehlung der zuständigen Gesundheitsbehörden vorliegt.

„Für die WHO geht es in diesen Krisenzeiten darum, Menschenleben zu retten und Leiden zu lindern“, sagte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa. „Kurz vor dem 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im nächsten Monat sind wir alle uns der möglichen Folgen von Nuklearunfällen bewusst, und unser Mitgefühl gehört den Menschen in Japan, die mit bewundernswerter Kraft gegen eine Reihe von Katastrophen ankämpfen.“

Strahlenbelastung in östlichen Provinzen der Russischen Föderation weiterhin normal

Rospotrebnadzor, die russische Behörde für Verbraucherschutz und Wohlbefinden, überwacht die Strahlenbelastung in den Regionen Sachalin, Kamtschatka und Magadan, in den Gebieten Primorsky und Khabarovsk und in dem Autonomen Bezirk Tschukotka. Mit Stand vom 18. März 2011 war die Strahlenbelastung in diesen Gebieten normal.

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan vom 11. März 2011 und wegen der anhaltenden nuklearen Krise bietet das WHO-Hauptbüro in enger Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro für den westlichen Pazifikraum sowie mit anderen Organisationen der Vereinten Nationen Beratung und praktische Unterstützung an.