Türkisches Gesundheitssystem gut gegen Krisen gerüstet

Ministry of Health, Turkey

From right: Mr Javier Menendez Bonilla, First Secretary, Head of Economic and Social Development Section, European Union Delegation to Turkey, Professor Recep Akdağ the Minister of Health of Turkey, Dr Maria Cristina Profili, WHO Representative in Turkey and Dr Gerald Rockenschaub, Regional Adviser, Disaster Preparedness and Response, WHO/ Europe

Am 24. Mai stellte der türkische Gesundheitsminister Prof. Recep Akdağ in Ankara auf einer Pressekonferenz im Beisein von Vertretern der Europäischen Kommission und des Regionalbüros dessen neuen Bericht zur Krisenfestigkeit des türkischen Gesundheitssystems vor. Der Bericht gelangt zu dem Schluss, dass das türkische Gesundheitssystem sehr gut auf Krisen vorbereitet ist und über Erfahrungen verfügt, aus denen auch andere Länder lernen könnten. Die Vertreter des Regionalbüros stellten die zentralen Ergebnisse aus dem Bericht vor, der im Rahmen eines von der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher finanzierten Projektes angefertigt wurde.

Der Bericht schildert die Vorkehrungen der Türkei für das Krisenmanagement und auch die entsprechenden Kapazitäten des Gesundheitssystems. Er soll das Wissen über bewährte Praktiken zur Vorbereitung der Gesundheitssysteme auf Krisensituation erweitern und auch Empfehlungen enthalten. Zwar wurde in erster Linie die nationale Ebene beurteilt, doch wurden auch Fähigkeiten und Erfahrungen der Türkei im Zusammenhang mit Hilfsmaßnahmen gegen internationale humanitäre Katastrophen berücksichtigt.

Die Pressekonferenz fand im Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus Etlik statt und wurde auch zur Vorstellung eines neuen mobilen Logistikkonzepts des Gesundheitsministeriums genutzt, das auf neueste Technologie und Ausrüstung zurückgreifen kann, etwa ein mobiles Feldhospital mit modernsten Behandlungs- und Untersuchungsgeräten. Spezialkrankenwagen (für Transport und Versorgung mehrfach verletzter sowie übergewichtiger oder behinderter Patienten und Neugeborener) und Rettungshubschrauber wurden ebenfalls gezeigt. Sanitäter sowie Such- und Rettungsteams führten ihre Ausrüstungen vor.

Die Türkei hat ihr Katastrophen- und Notfallmanagement insbesondere aufgrund der Erfahrungen aus dem verheerenden Erdbeben von 1999 weiter entwickelt. Im ganzen Land wurde erheblich in Krisenmanagement und -koordination investiert.

Für die türkische Politik besitzt die Krisenvorbereitung hohe Priorität und das türkische Gesundheitssystem hat daher umfangreiche Kapazitäten aufgebaut, um auf gesundheitliche Notfallsituationen im nationalen wie internationalen Maßstab angemessen reagieren zu können. Die Vorbereitung des Gesundheitssystems auf den Katastrophenfall führte das Gesundheitsministerium unter Berücksichtigung der Empfehlungen und des fachlichen Rats der WHO durch.