WHO unterstützt Bereitschaftsplanung der öffentlichen Gesundheitsdienste für EM 2012 in Polen und der Ukraine

WHO/Paulina Miskiewicz

Notfallübung im Militärkrankenhaus in Breslau (Polen) Foto: WHO/Paulina Miskiewicz

Das WHO-Regionalbüro für Europa arbeitet eng mit den Gesundheitsbehörden in Polen und der Ukraine, den Gastgebern der 14. Fußball-Europameisterschaft (EM 2012) der Vereinigung Europäischer Fußballverbände (UEFA), zusammen, um sie besser auf diese Massenveranstaltung vorzubereiten.

Experten der WHO haben vor kurzem im Militärkrankenhaus von Breslau an einer Übung zur Erprobung der Kapazitäten für die Bewältigung von Massenverletzungen und die Notfallvorsorge allgemein teilgenommen und zur Ausarbeitung von Empfehlungen in Bezug auf den gegenwärtigen Stand der Notfallplanung in dem Krankenhaus beigetragen. Breslau ist einer der Austragungsorte der EM 2012 in Polen. In einem vorbereitenden Workshop erhielten die Teilnehmer einen Überblick über die Simulation, aber auch einschlägige Informationen über die zu erwartenden Verletztenzahlen, die auslösenden Indikatoren für die Aktivierung des Notfallplans, die vorgesehenen Triageverfahren und die Patientenströme sowie die jeweiligen Zuständigkeiten des Krankenhauspersonals.

Aufgrund der Übung konnten die Verantwortlichen die Stärken des gegenwärtigen Krankenhausplans bestimmen: eine starke Führungsrolle der Krankenhausleitung, motivierte und qualifizierte Mitarbeiter und ein effektives Management der eingelieferten Patienten. Ferner wurden auch potenzielle Defizite in dem System aufgedeckt und mögliche Probleme mit dem aktuellen Plan identifiziert und in dem fachlichen Bewertungsbericht näher erläutert. Eine Analyse potenzieller Probleme führte zu einer Reihe von Empfehlungen für künftige Übungen in anderen Krankenhäusern.

Nach der Übung einigten sich die WHO und Vertreter des Gesundheitsministeriums in Warschau auf konkrete gemeinsame Planungsmaßnahmen. So soll ein nationales Schema für Notfallpläne ausgearbeitet werden, an das sich alle Krankenhäuser in Polen halten können. Die WHO wird nicht nur die inhaltliche Ausgestaltung dieses Standardplans unterstützen, sondern auch mit den nationalen Ansprechpersonen bei der Erstellung von Kontinuitätsplänen für Krankenhäuser zusammenarbeiten, damit sich die medizinische Notversorgung und die Krankenhäuser auf einen erhöhten Versorgungsbedarf im Zuge von Massenveranstaltungen einstellen können.