Ausbruch von Dengue-Fieber in Madeira (Portugal)

Bei dem aus Portugal gemeldeten Ausbruch von Dengue-Fieber wurden bisher 18 Fälle bestätigt und 191 Verdachtsfälle registriert (Stand: 10. Oktober 2012).
Die Gesundheitsbehörden in Portugal bemühen sich darum, durch Kontrollmaßnahmen die Gefahr einer anhaltenden lokalen Übertragung zu verringern, die Auswirkungen auf die betroffene Bevölkerung zu minimieren und die Ausschleppung infizierter Vektoren von der Insel zu verhindern.

Dengue-Fieber

Das Dengue-Fieber wird durch Stiche von Tigermücken übertragen, die mit einer der insgesamt vier Arten von Dengue-Viren infiziert sind. Die Krankheitssymptome treten etwa 3 bis 14 Tage nach der Infektion auf und reichen von leichtem Fieber bis zu hohem Fieber mit starken Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschlag.

Gesundheitsempfehlungen für den Ausbruch von Dengue-Fieber in Madeira

Die WHO rät der Bevölkerung, bei Reisen in Gebiete, in denen es zu einem Ausbruch von Dengue-Fieber gekommen ist, tagsüber individuelle Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche zu ergreifen.

Bei ihrer Rückkehr aus betroffenen Gebieten müssen Reisende, bei denen Dengue-Fieber diagnostiziert wurde, den zuständigen Surveillance-Systemen gemeldet werden.

Mit Blick auf das gegenwärtige Ereignis  empfiehlt die WHO keine Einschränkungen im Reise- oder Handelsverkehr mit der Insel Madeira.

Rat der WHO an die Mitgliedstaaten

Die WHO unterstützt das portugiesische Gesundheitsministerium bei seinen Bemühungen, zügig zusätzliche Empfehlungen für die Bekämpfung von Vektorkrankheiten auszuarbeiten und darin vor allem Vorkehrungen für Häfen einzubeziehen.
Die WHO ermutigt die Gesundheitsbehörden in benachbarten Gebieten sowie die anderen Mitgliedstaaten, die Gefahr der Einnistung der Tigermücken wie auch der Einschleppung von Dengue-Fieber auf ihr Hoheitsgebiet zu bewerten.