Mission der Vereinten Nationen besucht Auffanglager für syrische Bevölkerung in der Türkei

WHO

Eine gemeinsame Gesundheitsmission der Vereinten Nationen in die südliche Türkei besuchte am 4. und 5. Dezember 2012 vier Auffanglager für syrische Staatsbürger. Foto: WHO

Am 4. und 5. Dezember 2012 besuchte eine gemeinsame Gesundheitsmission der Vereinten Nationen vier Lager in der südlichen Türkei, in denen zahlreiche Betroffene des Konfliktes in der Arabischen Republik Syrien untergebracht sind. Die Mission wurde von der WHO und anderen Organisationen mit Unterstützung des Krisenstabs des Ministerpräsidenten der Türkei (AFAD) sowie des türkischen Gesundheitsministeriums durchgeführt.

An der Mission, die in die vier Lager in den Provinzen Gaziantep, Karamanmaras und Osmaniye führte, waren neben der WHO auch andere Partnerorganisationen aus dem System der Vereinten Nationen, wie das Flüchtlingsamt der Vereinten Nationen (UNHCR), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), sowie Vertreter der Internationalen Organisation für Migration (IOM) beteiligt. Das eingesetzte Team wurde von Vertretern des Gesundheitsministeriums, der Gesundheitsbehörden der besagten Provinzen sowie der betroffenen Kommunen begleitet.

Die Organisationen der Vereinten Nationen lobten die umfangreichen Hilfsanstrengungen der türkischen Regierung zugunsten der syrischen Bevölkerung und begannen mit der Ausarbeitung von Optionen für die Unterstützung dieser Anstrengungen durch gemeinsame Projekte.

Die türkische Regierung hat gegenwärtig über 132 000 Hilfe suchende syrische Staatsbürger vorübergehend in insgesamt 14 Lagern entlang der türkisch-syrischen Grenze untergebracht.

Die türkischen Behörden stellen eine gute Versorgung der vorübergehend unter ihrem Schutz stehenden syrischen Bevölkerung sicher.

Die in den Lagern lebenden Menschen sowie weitere etwa 80 000 Syrer, die bei türkischen Familien untergebracht sind oder anderweitig in der Türkei leben, verfügen über denselben ungehinderten Zugang zur primären, sekundären und tertiären Gesundheitsversorgung und sind ebenso zur Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen berechtigt wie türkische Bürger. Die Notversorgung und die kurativen Angebote, die unmittelbar in den Lagern verfügbar sind, umfassen alle Bereiche der Gesundheitsversorgung und werden von rund um die Uhr betriebenen Gesundheitszentren sowie über Feldlazarette bereitgestellt; Letztere sind an Krankenhäuser auf der Bezirks- oder Provinzebene angeschlossen. Darüber hinaus hat das Gesundheitsministerium Programme für die öffentliche Gesundheit entwickelt und trifft Vorbereitungen für den nahenden Winter.

Die türkische Regierung plant die Einrichtung mehrerer neuer Zeltlager, denn es wird damit gerechnet, dass in den kommenden Monaten bei Andauern des Konfliktes in der Arabischen Republik Syrien noch mehr Syrer in der Türkei Zuflucht suchen werden.

Die Mission wird einen gemeinsamen Bericht ausarbeiten und den türkischen Behörden sowie potenziellen Spendern ihre Empfehlungen präsentieren.