Königin Margrethe von Dänemark und UN-Generalsekretär besuchen Notfallzentrale der WHO

United Nations/Eskinder Debebe

Mitarbeiter der WHO informieren die Würdenträger über die Notfallzentrale der WHO in Kopenhagen. Foto: Vereinte Nationen/Eskinder Debebe

Ihre Majestät Königin Margrethe II. von Dänemark und VN-Generalsekretär Ban Ki-moon haben gestern die Notfallzentrale der WHO (EOC) in Kopenhagen besucht. Auf diesem Besuch wurden sie von einer Reihe anderer Würdenträger begleitet, die an der offiziellen Eröffnung der UN City teilnahmen.
Die Würdenträger wurden über die EOC informiert, die Bestandteil eines globalen Systems für die Beobachtung der Gesundheitssicherheit und Veranlassung von Gegenmaßnahmen ist. Dieses wird im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) betrieben, eines rechtsverbindlichen Rahmens, in dem die Verpflichtungen aller 196 Vertragsstaaten sowie die Aufgaben der WHO festgelegt sind.

Das WHO-Regionalbüro für Europa nutzt die EOC ständig zur Beobachtung aller Gefahren für die öffentliche Gesundheit und aller für sie relevanten Ereignisse in der Europäischen Region (Krankheitsausbrüche, Chemieunfälle und nukleare Vorfälle, Naturkatastrophen und andere humanitäre Krisen) sowie zur Koordinierung von Sofortmaßnahmen und Krisenkommunikation. Ihre Einrichtungen ermöglichen eine Kommunikation mit den Vertragsstaaten der IGV sowie mit anderen Büros der WHO und den wichtigsten Partnerorganisationen.

Offizielle Eröffnung der UN City

Im Rahmen ihres Besuchs eröffneten Ihre Majestät Königin Margrethe II. von Dänemark und VN-Generalsekretär Ban Ki-moon auch offiziell die UN City. In dem von der dänischen Regierung errichteten Gebäude sind die acht in Dänemark ansässigen Organisationen der Vereinten Nationen unter einem Dach untergebracht.

In seiner Rede anlässlich der Eröffnung dankte der Generalsekretär den Menschen und der Regierung in Dänemark für ihre Investitionen und ihre großzügige Unterstützung. „Wenn so viele Organisationen der Vereinten Nationen unter einem Dach zusammenkommen, so kann man logistische und administrative Aufgaben zusammenlegen, sich vernetzen und gute kollegiale Beziehungen aufbauen. Dies fördert die Zusammenarbeit und steigert die Fähigkeit zur Einheit in der Aktion“, sagte er.

Er fügte hinzu, die Arbeit der VN-Organisationen in Kopenhagen bewirke viel für das Leben von armen und anfälligen Menschen, und Dänemark könne auf seinen Beitrag zu Recht stolz sein.

Mit der Zeremonie wurde die offizielle Übergabe der UN City von der dänischen Regierung an die in Kopenhagen ansässigen Organisationen der Vereinten Nationen begangen. Als erste von ihnen richtete die WHO ein Büro in Dänemark ein, als 1957 das WHO-Regionalbüro für Europa in Kopenhagen eröffnet wurde. Der Königin wurde ein Foto überreicht, das sie bei der Eröffnung des früheren Büros der WHO vor 41 Jahren zeigte.

An der Eröffnungszeremonie nahmen auch die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt, Außenminister Villy Søvndal, der Minister für Entwicklungszusammenarbeit, Christian Friis Bach, und der Oberbürgermeister von Kopenhagen, Frank Jensen, teil.

Ein umweltfreundliches Gebäude

Die UN City wurde nach strengen Nachhaltigkeitskriterien geplant und gebaut, und auch ihr Betrieb ist darauf ausgerichtet, die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Das Gebäude wird mit gefilterter Außenluft belüftet, Solarpanele auf dem Dach erzeugen erneuerbare Energie, und für die Kühlung wird Meerwasser, für die Toilettenspülung Regenwasser verwendet.

Der Generalsekretär erklärte, die UN City sei ein Beispiel dafür, wie moderne, energieeffiziente Bürogebäude zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen könnten. „Von den Reihen geparkter Fahrräder bis zu den Windrädern draußen auf dem Meer kann ich den Beweis dafür sehen, dass wir die vor uns liegenden klimapolitischen Herausforderungen bewältigen können. Ob Solarpanele, Nutzung von Meerwasser zur Kühlung oder Außenjalousien aus Metall: In der UN City sehen wir, was wir erreichen können. Nach Expertenschätzungen wird so der Energieverbrauch um mehr als die Hälfte reduziert“, sagte er.

Die UN-Familie in Dänemark

Außer der WHO sind in der UN City auch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), das Büro der Vereinten Nationen für Projektdienste (UNOPS), die Einheit der Vereinten Nationen für Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen (UN Women) und das Welternährungsprogramm (WFP) untergebracht.