WHO und Partnerorganisationen veröffentlichen neuen Leitfaden für den Umgang mit Behinderungen und ein Risikomanagement in Krisensituationen

Die WHO und ihre Partnerorganisationen haben gemeinsam einen neuen Leitfaden veröffentlicht, der den Ländern dabei helfen soll, in allen Phasen von Krisensituationen den besonderen Anforderungen von Menschen mit Behinderungen gerecht zu werden. Zum Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge am 13. Oktober 2013 richtet die WHO ihre Aufmerksamkeit auf die Schwierigkeiten, vor denen Menschen mit Behinderungen während Krisensituationen stehen.

Denn diese Menschen sind in solchen Situationen besonders anfällig, ohne dass viel über ihre Bedürfnisse nachgedacht wird. Etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung, also über eine Milliarde Menschen, lebt mit Behinderungen. In Krisensituationen können für sie zusätzliche Hindernisse beim Zugang zu grundlegenden Gesundheits- und Sozialleistungen entstehen. Die besonderen Bedürfnisse dieser Menschen sollten im gesamten Zyklus von Krisensituationen berücksichtigt werden, d. h. von der Prävention und Bereitschaftsplanung über Sofortmaßnahmen bis hin zu Wiederherstellung und Wiederaufbau.

Zusammenarbeit der WHO mit den Ländern

Das WHO-Regionalbüro für Europa arbeitet zusammen mit den Ländern darauf hin, die Gesundheitssysteme zu stärken und auf mögliche gesundheitliche Krisensituationen vorzubereiten, um so Menschenleben zu schützen. Ein wichtiger Aspekt dieser Arbeit ist der Dialog mit der Bevölkerung, um deren Bewältigungsfähigkeiten und Belastbarkeit in Katastrophensituationen zu verbessern. In Bereitschaftsplänen sollten die besonderen Bedürfnisse anfälliger Gruppen im Einklang mit dem gesundheitspolitischen Rahmenkonzept der Europäischen Region, „Gesundheit 2020“, gebührend berücksichtigt werden.

Eine wirksame Bewältigung gesundheitlicher Krisen – von der Bereitschaftsplanung bis zur Wiederherstellung – ist ein zentraler Bestandteil des Auftrags der WHO. Der Globale Krisenstab der WHO wird auf einer Tagung vom 15. bis 17. Oktober 2013 in Kopenhagen darüber beraten, wie die WHO mit ihrem neuen Rahmen für die Reaktion im Krisenfall (Emergency Response Framework) ihre Handlungsfähigkeit in Krisensituationen verbessern kann.