Regionalbüro reagiert auf Überschwemmungen in den Balkanländern

WHO/Mirza Muminovic

Seit 13. Mai 2014 sind verschiedene Regionen in Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Serbien von Überschwemmungen schwer betroffen.

Aufgrund von Ausmaß, Dringlichkeit, Komplexität und Umständen der Überschwemmungen hat die WHO das Ereignis als eine Notlage der Stufe zwei gemäß dem globalen Rahmen für die Reaktion im Krisenfall kategorisiert.

Aus gesundheitlicher Sicht besonders besorgniserregend sind ein Mangel an sicherem Trinkwasser, die Umsiedlung von Bevölkerungsteilen und die damit verbundene erhöhte Gefahr des Ausbruchs von Infektionskrankheiten und die Zunahme der Stechmücken aufgrund stehender Wassermengen und steigender Temperaturen.

Die Reaktion des WHO-Regionalbüros für Europa zur Unterstützung für die betroffenen Länder und Gemeinschaften umfasste folgende Elemente:

  • die Bereitstellung von Notfall-Kits mit Medikamenten und anderen Hilfsgütern zur Deckung des gesundheitlichen Bedarfs von 90 000 Menschen für einen Monat sowie von Wasserreinigungsgeräten und Wassertanks aus Versanddepots der Vereinten Nationen mit finanzieller Unterstützung Italiens, Norwegens und der Russischen Föderation;
  • Empfehlungen an die Allgemeinheit zu den gesundheitlichen Folgen des Hochwassers sowie geeigneten Präventionsmaßnahmen (gemeinsam entwickelt von den Gesundheitsministerien Bosnien und Herzegowinas, Kroatiens und Serbiens und der WHO) für die betroffene Bevölkerung durch Flugblätter in den vor Ort gesprochenen Sprachen;
  • eine fortlaufende eingehende Bewertung des gesundheitlichen Bedarfs trotz begrenzten Zugangs zu einigen der betroffenen Gebiete aufgrund beschädigter Brücken und Straßen;
  • Unterstützung bei der Bedarfsabschätzung nach der Katastrophe in Bosnien und Herzegowina und Serbien unter Mobilisierung von Sachverstand des Regionalbüros für Europa wie auch des Hauptbüros der WHO mit dem Ziel, dem Bedarf des Gesundheitswesens gerecht zu werden.