Nach der Überschwemmung räumt der Balkan auf

Nach den schweren Überschwemmungen des Monats Mai in Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Serbien hat sich das Wetter beruhigt und die Wasserpegel sind wieder auf Normalstand. Die Beseitigung von Schutt und die Säuberung bzw. Desinfizierung der Böden, Straßen und Gebäude schreiten in allen drei betroffenen Ländern gut voran. Die Städte müssen allerdings noch in vielen Teilen der betroffenen Gebiete öffentliche Dienste (hierunter Strom- und Wasserversorgung, Transportwesen) wieder herzurichten.

Gesundheitliche Auswirkungen

Aus epidemiologischer Sicht ist die Lage in allen drei Ländern weiter stabil. Aus den Überschwemmungsgebieten wurden keine Infektionsausbrüche gemeldet. Insgesamt wurden 42 Gesundheitseinrichtungen in den drei Ländern beschädigt oder zerstört.

Maßnahmen der WHO

Zu den von der WHO zu verantwortenden Gegenmaßnahmen unter Leitung ihres Krisenstabes zählten die Entsendung von Experten und die Lieferung von medizinischen Notfall-Kits in die betroffenen Länder. Jetzt plant das Regionalbüro noch Analysen des Bedarfs nach der Katastrophe (PDNA) durchzuführen. Die in Bosnien und Herzegowina bereits erhobenen Daten werden derzeit geordnet und untersucht. Zur Vorbereitung der Bedarfsanalyse in Serbien ist u. a. ein Workshop für den 17. und 18. Juni 2014 geplant.

Diese Form der Bedarfsanalyse zielt auf die Qualifizierung und Quantifizierung der Verluste im Gesundheitsbereich sowie der zur Reparatur der beschädigten Gesundheitseinrichtungen erforderlichen Mittel ab.