Ausbruch der Ebola-Viruskrankheit in Westafrika: Empfehlungen für den Handels- und Reiseverkehr

Aconcagua

Führende internationale Organisationen und Verbände aus den Bereichen Tourismus, Handel und Verkehr stellen sich zusammen mit der WHO entschieden gegen allgemeine Einschränkungen im Reise- und Handelsverkehr sowie gegen Einschränkungen wie generelle Quarantäneregelungen für Reisende aus von Ebola betroffenen Ländern.

Die im August 2014 eingesetzte Sonderarbeitsgruppe Reisen und Verkehr ruft die Regierungen und die Akteure im Verkehrswesen dazu auf, grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten und sich an die Empfehlungen des von der WHO nach Maßgabe der Internationalen Gesundheitsvorschriften einberufenen Notfallausschusses für Ebola zu halten.

Die WHO empfiehlt:

  • keine generellen Einschränkungen im Reise- und Handelsverkehr und keine generellen Quarantäneregelungen für Reisende aus von Ebola betroffenen Ländern als Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs;
  • Ausreiseuntersuchungen für alle Personen, die die betroffenen Länder durch internationale Flughäfen, Seehäfen und größere Landübergänge verlassen;
  • kein generelles Verbot der Teilnahme von Personen aus Ländern mit anhaltender Übertragung des Ebola-Virus an internationalen Tagungen und Veranstaltungen; und
  • Bereitschaftsplanung in den nicht betroffenen Ländern als beste Schutzmaßnahme, etwa durch Surveillance, Fallmanagement und Risikokommunikation.

Personen, die sich in einem oder mehreren der betroffenen Länder Westafrikas aufgehalten haben, wird empfohlen, bis 21 Tage nach ihrer Rückkehr auf etwaige Symptome des Ebola-Fiebers zu achten und sich im Falle einer Erkrankung an Fieber über 38°C an die örtliche Notfallambulanz zu wenden.

Die Sonderarbeitsgruppe wurde im August 2014 eingesetzt, um die globalen Anstrengungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Ebola-Virus zu unterstützen und eine koordinierte internationale Reaktion in Bezug auf den Reise-, Tourismus- und Handelsverkehr zu gewährleisten.