Vermeidung einer unnötigen Beeinträchtigung des internationalen Reise- und Handelsverkehrs – Notfallausschuss Ebola im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften

Nach einhelliger Auffassung des Notfallausschusses Ebola im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften stellt der noch andauernde Ebola-Ausbruch in Westafrika auch weiterhin eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite dar. Der Ausschuss überprüfte die bisher geltenden vorläufigen Empfehlungen und stellte fest, dass sie allesamt auch weiterhin gelten sollten.

Die von der Generaldirektorin der WHO gemäß den IGV 2005 einberufene vierte Tagung des IGV-Notfallausschusses zum Ebola-Ausbruch in Westafrika 2014 wurde am 20. Januar 2015 mit den Mitgliedern und Beratern des Ausschusses durchgeführt.

Ausreiseuntersuchung

Der Ausschuss bekräftigte nachdrücklich die bisherige vorläufige Empfehlung in Bezug auf Ausreiseuntersuchungen und unterstrich die Bedeutung solcher Untersuchungen für Guinea, Liberia und Sierra Leone. Ausreiseuntersuchungen tragen auch weiterhin entscheidend dazu bei, die Gefahr einer Ausschleppung von Ebola-Fällen so gering wie möglich zu halten.

Empfehlungen an alle Länder

Der Ausschuss bekräftigte die Notwendigkeit, im Einklang mit Artikel 2 der IGV 2005 eine unnötige Beeinträchtigung des internationalen Verkehrs und Handels zu vermeiden. Er stellte fest, dass mehr als 40 Länder zusätzliche Maßnahmen eingeführt hätten, etwa Quarantänebestimmungen für rückkehrende Reisende oder die Verweigerung der Einreise. Solche Maßnahmen beeinträchtigen die Anwerbung und Rückkehr von Ersthelfern aus aller Welt. Sie wirken sich auch negativ auf die örtliche Bevölkerung aus, indem sie Stigmatisierung und Isolation verschärfen und Lebensgrundlagen und Volkswirtschaften schädigen.