Ebola-Fall im Vereinigten Königreich: Kontaktrückverfolgung bei Passagieren der Fluggesellschaft abgeschlossen

Am 8. Januar 2015 teilten die nationalen Anlaufstellen Marokkos und des Vereinigten Königreichs gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) der WHO mit, dass sie die Kontaktrückverfolgung bei allen Passagieren abgeschlossen hätten, die dieselben Flüge genommen hatten wie die britische Krankenschwester, die nach ihrer Rückkehr aus Sierra Leone mit Ebola-Fieber diagnostiziert wurde.

Dabei wurden keine Hochrisiko-Kontaktpersonen in Verbindung mit diesem Ebola-Fall ermittelt. Die betroffene Krankenschwester wies während ihrer Reise von Casablanca nach London Heathrow und von dort weiter nach Glasgow keine Symptome von Ebola-Fieber auf.
Auch wenn das Risiko als extrem gering angesehen wird, so haben die marokkanischen und britischen Behörden doch als Vorsichtsmaßnahme sämtliche Passagiere, die in der Nähe der Krankenschwester saßen, identifiziert und ihnen empfohlen, ihre Temperatur 21 Tage nach ihrem Flug, also bis zum 18. Januar 2015, täglich zu messen.

Die Krankenschwester wird derzeit noch am Royal Free Hospital in London behandelt.

Ebola-Übertragung

Die Übertragung des Ebola-Virus von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Kontakt (über Hautverletzungen oder Schleimhäute) mit Blut, Sekretionen, Organen oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen oder mit Oberflächen und Materialien (wie Bettwäsche und Kleidung), die mit diesen Flüssigkeiten verseucht sind.