EHEC-Ausbruch: Zunahme der Fallzahl in Deutschland

Die Zahl der Fälle des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) und der Infektionen mit enterohämorrhagischen E. coli (EHEC) steigt in Deutschland weiter an. Inzwischen haben zehn Länder Fälle an das WHO-Regionalbüro für Europa gemeldet.

  • Mit Stand vom 31. Mai 2011 waren in Deutschland neun Patienten am HUS und sechs an einer EHEC-Infektion gestorben. Auch in Schweden ist eine Person gestorben. Zahlreiche Patienten wurden in Krankenhäuser eingewiesen; einige davon müssen auf der Intensivstation behandelt werden, auch mit Dialyse.
  • Die Zahl der Patienten in Deutschland, die am HUS und an blutigem Durchfall infolge einer STEC-Infektion erkrankt sind, beträgt 470 (eine Zunahme um 97 gegenüber dem Vortag); die Zahl der registrierten EHEC-Infektionen beträgt 1064, ein Anstieg um 268. Insgesamt wurden in der Europäischen Region bisher 499 Fälle von HUS und 1115 Fälle von EHEC-Infektion (insgesamt 1614 Fälle) gemeldet.
  • Inzwischen wurden auch Fälle aus folgenden Ländern gemeldet: Österreich (HUS 0, EHEC 2), Dänemark (7, 7), Frankreich (0, 6), Niederlande (4, 4), Norwegen (0, 1), Spanien (1, 0), Schweden (15, 28), Schweiz (0, 2) und Vereinigtes Königreich (2, 1). Bisher traten mit zwei Ausnahmen alle Fälle bei Personen auf, die sich in letzter Zeit in Norddeutschland aufgehalten bzw. – wie in einem Fall – Besuch aus dieser Region gehabt hatten.
  • Die Ursache des Ausbruchs ist nach wie vor unklar und ist noch Gegenstand vielfältiger Untersuchungen.
  • Im Einklang mit den Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) hält die WHO ihre Mitgliedstaaten auf dem neuesten Stand und gibt fachliche Empfehlungen zur weiteren Untersuchung des derzeitigen Ausbruchs ab. Die WHO empfiehlt keine Handelsbeschränkungen in Verbindung mit dem Ausbruch.