EHEC-Ausbruch: Lagebericht 08

In Deutschland kommt es weiter zu Infektionen mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC).

Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)

Mit Stand vom 5. Juni gegen 10.00 Uhr MEZ hatte Deutschland 627 HUS-Fälle, hierunter 15 Todesfälle, gemeldet. Das waren  54 HUS-Fälle mehr als am Vortag.

Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)

Mit Stand vom 5. Juni gegen 10.00 Uhr MEZ hatte Deutschland 1536 EHEC-Infektionen (ohne HUS) gemeldet, hierunter 6 Sterbefälle, gemeldet. Das waren 108 EHEC-Fälle mehr als am Vortag.

Andere Länder

Mit Stand vom 05. Juni gegen 18.00 UHR MEZ hatten 11 weitere europäische Länder insgesamt 31 HUS-Fälle (1 Todesfall) und 71 EHEC-Fälle (0 Todesfälle) gemeldet.

   
Land
HUS
EHEC
Dänemark
7
11
Frankreich
0
10
Niederlande
4
4
Norwegen
0
1
Österreich
0
2
Polen
1
0
Schweden
15
31
Schweiz
0
3
Spanien   
1
0
Tschechische Republik
0
1
Vereinigtes Königreich
3
8
  


Außerdem hatten die Centers for Disease Prevention and Control der Vereinigten Staaten von Amerika in Atlanta bereits veröffentlicht, dass zwei HUS-Fälle in den USA mit dem Ausbruch verknüpft sind.

Bis auf einen hatten sich alle der oben genannten HUS- und EHEC-Patienten während der Inkubationszeit (typisch 3-4 Tage nach Kontakt, 2-10 Tage möglich) in Deutschland aufgehalten. Die Labors bestätigen bei einer wachsenden Zahl von Fällen den EHEC-Serotyp O104:H4 oder genauer einen Stamm des enteroaggregativen Verocytotoxin produzierenden E. coli (EAggEC VTEC) O104:H4. Alle betroffenen Länder melden ihre Fälle an die deutschen Behörden und an die WHO. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union tauschen auch Information im Rahmen des Frühwarn- und Reaktionssystems (EWRS) aus.

Hinweis

EHEC und HUS werden nach exklusiven Kategorien gemeldet, sodass sich die Fallzahlen nicht überschneiden sollten. Wie bei jedem sich schnell entwickelnden Ausbruchsgeschehen sollten die Zahlen jedoch nur als vorläufig betrachtet werden und können sich aus unterschiedlichen Gründen noch ändern.