Vereinigtes Königreich unterbindet Übertragung des Ebola-Virus

Die WHO erkennt die sorgfältigen Bemühungen des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland zur Eindämmung des Ebola-Virus an. Das Vereinigte Königreich gilt nun gemäß den Leitlinien der WHO als ebolafrei.

Am 28. Dezember 2014 kehrte eine Angestellte des Gesundheitswesens von einem freiwilligen Einsatz in einem Behandlungszentrum für Ebola in Sierra Leone nach Glasgow zurück. Nachdem sie während der Reise keinerlei Symptome von Ebola-Fieber aufgewiesen hatte, entwickelte sie am 29. Dezember Fieber und Muskelschmerzen und wurde auf der auf Infektionskrankheiten spezialisierten Brownlee-Station am Gartnavel Hospital unter strenge Quarantäne gestellt.

Am Nachmittag des 29. Dezember 2014 bestätigten im Labor durchgeführte RT-PCR-Tests, dass die Frau sich mit dem Ebola-Virus infiziert hatte. Daraufhin wurde der Fall der WHO gemeldet. Am 30. Dezember 2014 wurde die Patientin auf die Quarantänestation am Royal Free Hospital in London verlegt, wo sie bis zu ihrer vollständigen Genesung blieb.

Alle Passagiere, die mit denselben Flügen wie die Krankenschwester von Freetown (Sierra Leone) nach Casablanca (Marokko) und von dort weiter nach London Heathrow und Glasgow gereist waren, wurden benachrichtigt und 21 Tage lang auf Symptome von Ebola-Fieber überwacht. Am 18. Januar 2015 hatten sämtliche Passagiere die 21-tägige Überwachung absolviert, ohne dass bei ihnen Ebola-Fieber ausgebrochen wäre.

Am 23. Januar 2015 wurde die Patientin zweimal negativ auf Ebola-Fieber getestet und daraufhin am 24. Januar 2015 aus dem Krankenhaus entlassen. Am 7. März 2015 waren 42 Tage seit dem zweiten negativen RT-PCR-Test der Krankenschwester vergangen. Deshalb wird das Vereinigte Königreich nun gemäß den Leitlinien der WHO für ebolafrei erklärt.

Die WHO spricht dem Vereinigten Königreich und Marokko ihre Anerkennung für die Maßnahmen aus, mit denen sie alle potenziellen Kontaktpersonen ermittelt und so zur Verhinderung einer weiteren Übertragung des Ebola-Virus beigetragen haben. Zu diesen Maßnahmen zählten eine vollständige Ermittlung aller Passagiere der fraglichen Flüge und die Umsetzung aller notwendigen Präventions- und Eindämmungsmaßnahmen.

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